Eine acht Jahre altes Schwein floh am Montag aus Beyenburg über die Stadtgrenze nach Ronsdorf – das Motiv ist bislang unklar.

Die Sau Elfreide mit Natascha und Ulrike Fach.
Die Sau Elfreide mit Natascha und Ulrike Fach.

Die Sau Elfreide mit Natascha und Ulrike Fach.

Roland Keusch

Die Sau Elfreide mit Natascha und Ulrike Fach.

Beyenburg/Ronsdorf. Elfriede hatte ein klares Ziel vor Augen. Den Bahnhof Lüttringhausen. Davon ließ sich die Schweinedame am Montagmorgen nicht ansatzweise abbringen. Auch nicht von den beiden Polizisten, die sich redlich mühten, das rosafarbene Borstenvieh aus Wuppertal über die Stadtgrenze zurückzubugsieren. Vergebens. Elfriede wollte einfach nur weg.

Die Wanderschaft des Schweins wurde von einer verblüfften Autofahrerin gemeldet – die hatte Elfriede gegen 7.30 Uhr auf der Herbringhauser Straße gesichtet, wie sie zielstrebig in Richtung Lüttringhausen unterwegs war. Prompt traten die Polizeikommissare Philipp Tietz und Antje Gerharts in Aktion. Allein: „So einfach einfangen, ließ die entlaufene Sau sich nicht“, sagt Tietz. Dafür war ihre Identität bald geklärt: Elfriede, ein acht Jahre altes Hausschwein, ist wohnhaft auf dem Bauernhof Wefelpütt 17, in Wuppertal – und war in Richtung Nachbarstadt von zu Hause ausgerissen.

Die 26-jährige Natascha Fach und deren Mutter Ulrike (49), Elfriedes Besitzer, traf die Flucht völlig unvorbereitet. „So etwas hat sie noch nie getan“, versicherten die beiden. Wahrscheinlich, so rekonstruierten sie den Fall, hatte Elfriede einen unbeobachteten Moment ausgenutzt, um durch das geöffnete Hoftor zu entweichen.

Nun hatten die Fachs die Polizei am Telefon: Die Ausreißerin lasse sich von den Uniformierten nicht beeindrucken, die Fachs mögen bitte ihren Einfluss auf die Sau geltend machen. Das tat Natascha Fach dann auch. Mit einem Stöckchen dirigierte sie Elfriede über den eineinhalb Stunden dauernden Fußweg zurück zum heimischen Hof, wo sich die erschöpfte Ausreißerin müde aufs Schweineohr legte.

Leserkommentare (6)


() Registrierte Nutzer