Die Verbraucherzentrale gibt im Rathaus Tipps zur Entsorgung oder Weiterverwendung.

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Anne Wormland präsentierte am Mittwoch die Infoschau zum Elektroschrott im Lichthof des Rathauses.

Anne Wormland präsentierte am Mittwoch die Infoschau zum Elektroschrott im Lichthof des Rathauses.

Uwe Schinkel

Anne Wormland präsentierte am Mittwoch die Infoschau zum Elektroschrott im Lichthof des Rathauses.

Wuppertal. Handy, Computer, Waschmaschine oder Digitalkamera – technische Geräte spielen im Alltag eine immer größere Rolle. Doch was passiert, wenn die Geräte nach einer gewissen Zeit ausgedient haben? Oftmals werden diese nicht ordnungsgemäß entsorgt. Aufklärung betreibt jetzt die Verbraucherzentrale im Wuppertaler Rathaus mit der Infoschau „Elektroschrott ist Gold wert“, die bis zum 25. Januar zu sehen ist.

Ein Handy wird im Schnitt nach zwei Jahren durch ein Neues ersetzt

„Wir nutzen so viele Elektrogeräte wie nie zuvor. Ein Mobiltelefon wird im Schnitt nach zwei Jahren, ein Computer nach drei Jahren durch ein neues Gerät ersetzt“, sagt Anne Wormland, Umweltberaterin bei der Verbraucherzentrale Wuppertal.

Bei der richtigen Entsorgung liegt Wuppertal nach Aussage von AWG-Geschäftsführer Wolfgang Herkenberg bundesweit vorn. „Auf jeden Wuppertaler kommen im Schnitt drei Kilogramm Elektroschrott im Jahr, der entsorgt werden muss“, sagt Herkenberg. Damit Rohstoffe wie Gold oder Kupfer, die in den Geräten stecken, anschließend wieder eingesetzt werden können, hat die Stadt seit einem Jahr entsprechende Container zur Entsorgung aufgestellt. Und diese haben sich bereits bezahlt gemacht. „Es ist schön, dass diese Kleingeräte nicht mehr in den Müllverbrennungsanlagen landen“, sagt Herkenberg.

In einem Handy sind allein 25 Milligramm Gold verarbeitet. „Wenn man bedenkt, dass in Deutschland rund 80 Millionen Mobiltelefone, die nicht mehr benutzt werden, in den Schubladen liegen, kommt man auf zwei Tonnen Gold“, erklärt Anne Wormland.

Das verarbeitete Metall Tantal kommt hauptsächlich im Kongo vor

Jedes zehnte Gerät, das entsorgt wird, funktioniert problemlos. Daher zeigt die Infoschau auch Alternativen zum Entsorgen der Technik: Handys oder Computer können länger genutzt oder weiterverkauft werden.

„In jeder Digitalkamera oder jedem Tablet-PC ist das Metall Tantal. 80 Prozent der weltweiten Vorkommen befinden sich im Kongo. Der Handel mit diesem Metall hat dort schon zur zahlreichen Problemen und Konflikten geführt. Jeder kann der Umwelt helfen, indem man seine Geräte länger nutzt oder sie eben richtig entsorgt“, erklärt die Umweltberaterin.

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