Die Bronzestatuen des Elberfelder Armenpflege-Denkmals, hier dargestellt auf einem historischen Plakat des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.
Die Bronzestatuen des Elberfelder Armenpflege-Denkmals, hier dargestellt auf einem historischen Plakat des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Die Bronzestatuen des Elberfelder Armenpflege-Denkmals, hier dargestellt auf einem historischen Plakat des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

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Die Bronzestatuen des Elberfelder Armenpflege-Denkmals, hier dargestellt auf einem historischen Plakat des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Wuppertal. Eile ja, mit Weile nein. Kaum zwei Monate waren nach der Inthronisierung von Ritter Arnold am ehemaligen Elberfelder Rathaus vergangen, da eröffnete Hans-Joachim Camphausen der staunenden Bezirksvertretung (BV) Elberfeld im Juli, dass sein Folgeplan bereits vor einer gesicherten Realisierung steht. Der Mäzen will das Armenpflege-Denkmal auf dem Kirchplatz originalgetreu wiedererrichten lassen (die WZ berichtete) - und hat die nötigen Geldmittel dazu fast zusammen.

Aufstellung ist für das Frühjahr 2011 geplant

Bekanntlich war es Camphausen im Laufe von zwei Jahren genug Geld für die Nachbildung des Elberfelder Ritters zu akquirieren. Nun gab er bekannt, dass von den erforderlichen 175 000 Euro nur noch ein knappes Zehntel fehle. Auch wenn der Betrag nicht komplett sei, habe er das Werk bereits in Auftrag gegeben. Im Frühjahr 2011 soll das Ehrenmal fast genau dort aufgestellt werden, wo es von seiner Errichtung im Jahr 1903 bis zum Zweiten Weltkrieg gestanden hatte.

Das Bronzedenkmal ehrte Daniel von der Heydt, David Peters und Gustav Schlieper, die mit ihrem "Elberfelder System" ein Versorgungsinstrument für die Armen geschaffen hatten. Das kostbare Bildhauerwerk wurde allerdings im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen.

Der acht Tonnen schwere Sockel ist erhalten
und wird wieder verwendet

Nur der acht Tonnen schwere Granitsockel hat sich erhalten, nämlich auf dem Gelände der Diakonie an der Blankstraße. Von dort soll er in einer spektakulären Aktion zurück zum Kirchplatz gebracht werden, um künftig die Bronzenachbildung zu tragen. Das gesamte Denkmal wird zehn Tonnen wiegen, so dass noch Probemessungen zur Tragfähigkeit des Untergrunds erforderlich sind.

Übrigens Die BV wird in ihrer September-Sitzung entscheiden, ob und in welcher Höhe sie sich am fehlenden Rest-Betrag für den Neu-Guss beteiligen wird. Wohlwollen haben die Stadtteil-Politiker allerdings bereits bekundet.

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