Am kommenden Montag gibt es eine öffentliche Führung in das Polizeipräsidium.

Am kommenden Montag gibt es eine öffentliche Führung.
Der Festsaal des Polizeipräsidiums 1940.

Der Festsaal des Polizeipräsidiums 1940.

Karl Hugo Schmölz

Der Festsaal des Polizeipräsidiums 1940.

Barmen. Am kommenden Montag, 18. September, um 18 Uhr lädt das örtliche Polizeipräsidium in der Friedrich-Engels-Allee 228 zu einer öffentlichen Führung ein. Nachdem am Tag des offenen Denkmals vergangen Sonntag mehrere hundert Menschen die Gelegenheit zum Besuch der Polizeipräsidiums genutzt hatten, beschloss das Präsidium, für alle, die den Termin verpasst haben, eine weitere Führung zu veranstalten. Die Bürger haben dann noch einmal die Möglichkeit, sich unter kundiger Leitung von Michael Okroy durch das Haus führen und sich über seine wechselhafte Geschichte informieren zu lassen.

Ein besonderer Höhepunkt ist dabei eine kleine Sonderausstellung, die bei dieser Gelegenheit noch einmal besichtigt werden kann. Sie zeigt in einer Auswahl 30 Bilder, die der berühmte Kölner Architekturfotograf Karl Hugo Schmölz 1940 im staatlichen Auftrag von dem Gebäude und seinem reich dekorierten Inneren gemacht hat. Diese Fotografien, unter anderem vom Polizeigefängnis und vom Büro des Polizeipräsidenten, werden hier zum ersten Mal überhaupt gezeigt.

Das 1939 fertiggestellte und seit 1985 denkmalgeschütze Polizeipräsidium besitzt monumentale Wandbilder aus der NS-Zeit, die in dieses Form in Deutschland einmalig sind. Das Wuppertaler Gebäude hat den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. 1945 diente das Haus als „Neues Rathaus“, Entnazifizierungsbehörde und als Hauptquartier der britischen Militärregierung. Von hier aus fand Wuppertal zurück in die Demokratie und Zivilisation. Red

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