Bis zu 120 Sinti trauerten in der Bethesda-Klinik – Sicherheitskräfte mussten schlichten.

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Die Polizei musste im Bethesda-Krankenhaus eingreifen, weil Sinti trauern wollten. (Archiv

Die Polizei musste im Bethesda-Krankenhaus eingreifen, weil Sinti trauern wollten. (Archiv

Wolfgang Westerholz

Die Polizei musste im Bethesda-Krankenhaus eingreifen, weil Sinti trauern wollten. (Archiv

Wuppertal. Einsätze dieser Art gab es in den vergangenen Jahren nach Angaben der Polizei immer mal wieder in Wuppertaler Krankenhäusern - außergewöhnlich bleiben sie dennoch: Wie jetzt bekannt wurde, mussten sich Einsatzkräfte in der Vorweihnachtswoche um eine große Gruppe Trauernder kümmern, die Abschied von einem verstorbenen Mitglied der Sinti nehmen wollten und den Krankenhausbetrieb beeinträchtigten: Wie die Polizei auf WZ-Nachfrage berichtet, befanden sich zeitweise bis zu 120 Trauernde im Krankenhaus - und versuchten zum Teil auch, mit Kindern auf die Intensivstation zu kommen.

Mäßigende Gespräche geführt - Wachdienst an der Pforte

Als die Situation zu eskalieren drohte, habe man die Polizei verständigt, berichtet das Bethesda-Krankenhaus auf WZ-Nachfrage. Später habe man einen Wachdienst hinzugezogen, um den Betrieb an der Pforte zu gewährleisten.

Die insgesamt vier Einsätze wegen Ruhestörung begannen mit "mäßigenden Gesprächen", berichtet der Einsatzleiter. Den Angehörigen des im Krankenhaus verstorbenen Mannes sei es darum gegangen, ihm die letzte Ehre zu erweisen. "Das ist eine Frage der Mentalität", erklärt der Einsatzleiter weiter: Ähnlich viele Sinti kämen auch nach Geburten ins Krankenhaus. Das bringe dann auch allerdings Platz- und Lärmprobleme mit sich, die man zu lösen versuche. So fand die Aufbahrung des Verstorbenen an anderer Stelle statt.

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