Sonntag waren die Geschäfte in Barmen, Elberfeld und Ronsdorf geöffnet. Kombination mit dem Weihnachtsmarkt kam gut an.

Viel los war am Sonntag auf dem Werth.
Viel los war am Sonntag auf dem Werth.

Viel los war am Sonntag auf dem Werth.

Viel los war am Sonntag auf dem Werth.

Wuppertal. Verkaufsoffen ja oder nein? Darüber wurde in den vergangenen Wochen viel diskutiert. Am gestrigen Sonntag durften die Geschäfte wieder öffnen – in Zusammenhang mit den Weihnachtsmärkten in Elberfeld, Barmen und Ronsdorf. Wie nahmen die Besucher das Angebot an?

„Hier ist es so richtig gemütlich“, meinte Astrid Heckersbruch bei ihrem Bummel über den Werth in Barmen. „Ich gehe gleich zum Weihnachtsmarkt und trinke einen Glühwein. Ich fand das Theater in der letzten Woche nervig und meine, dass die Geschäfte vor Weihnachten ruhig an jedem Adventssonntag auf haben könnten. Und das Gerede über die armen Verkäuferinnen halte ich für übertrieben. Die Pflegekräfte in den Krankenhäusern müssen auch am Sonntag arbeiten“, bekräftigte sie. Zumindest Sonntag hatte sie aber nicht vor, groß Weihnachtseinkäufe zu tätigen.

„Eigentlich hatten wir auch nicht vor, etwas einzukaufen. Wir sind nur in die Stadt gekommen, weil das Wetter schön war. Aber dann haben wir für ganz normale Einkäufe die Rabatte genutzt“, erklärte Michael Pelger, der mit Ehefrau Barbara unterwegs war. 20 Prozent Rabatt boten nämlich etliche Geschäfte auf dem Werth an und durften sich über guten Zulauf freuen. Rosemarie Völling meinte: „So ein verkaufsoffener Sonntag vor Weihnachten kommt doch den Berufstätigen sehr entgegen.“

Dietmar Gräser sah das ganz anders: „Nein, ich bin generell gegen solche Sonntage. Die Geschäfte haben in der Woche so lange auf, dass jeder ausreichend Gelegenheit hat, seine Einkäufe zu tätigen.“ Er räumte aber ein, dass er auch etwas gekauft hatte.

Björn Sohn war mit roter Jacke und blau-rotem Fan-Schal unterwegs: „Ich wäre jetzt viel lieber im Stadion, aber leider ist das Spiel heute ja ausgefallen, deshalb habe ich hier auf dem Werth ein paar Kleinigkeiten gekauft. Hat aber nichts mit Weihnachten zu tun.“

„Ich bin nur hier, weil das WSV-Spiel im Stadion ausgefallen ist. Ich habe nichts Besonders gekauft.“ Björn Sohn

 

 

„Ich halte nichts von einem verkaufsoffenen Sonntag. Für Einkäufe ist in der Woche genug Zeit.“ Dietmar Gräser

 

 

„So ein verkaufsoffener Sonntag ist für Berufstätige auf jeden Fall ein großer Vorteil.“ Rosemarie Völling

Weniger die Geschäfte als vielmehr den Barmer Weihnachtsmarkt hatte Bernhard Kroll zusammen mit seiner Frau besucht: „Aber wenn schon offen ist, dann gehen wir natürlich auch mal in die Geschäfte und haben ein bisschen was zum Anziehen gekauft. Aber eigentlich wollten wir nur auf dem gemütlichen Weihnachtsmarkt ein Fischbrötchen essen.“

Eher schädlich fand Manfred Schultz, Inhaber von Herrenmoden König in der Concordienstraße, das Gezerre um den verkaufsoffenen Sonntag. „Das hat meiner Meinung die Kundschaft verunsichert. In früheren Jahren war der Sonntag vor Weihnachten sehr umsatzstark. Davon kann heute keine Rede sein. Allerdings bin ich ansonsten mit dem bisherigen Geschäft nicht unzufrieden. Es ist kühl und trocken, da wird gern warme Kleidung gekauft.“

Mathias Wewer, Inhaber von Juwelier Bäumer und Vorsitzender der IG City Barmen, hielt den Streit eher für eine gelungene Marketing-Maßnahme. „So wurde doch jeder auf den verkaufsoffenen Sonntag aufmerksam gemacht“, meinte er lächelnd und war mit dem bisherigen Verlauf des Geschäfts zufrieden. „Angesichts der Null-Zins-Politik möchten die Menschen ihr Geld wertbeständig anlegen.“

Thomas Helbig, Inhaber der Buchhandlung Köndgen und Geschäftsführer der ISG Barmen-Werth, freute sich über das „Super-Wetter“ und die gut laufenden Geschäfte. „Elektrokleingeräte werden traditionsgemäß früh gekauft, und Winterkleidung und Kalender werden in den nächsten Tagen gut gehen. Wir haben in diesem Jahr eine lange Adventszeit, und ich bin sicher, dass der Verkauf von Büchern noch anziehen wird. Schon jetzt ist ersichtlich, dass Wuppertal-Bücher und -artikel wie der ’Schwuppi’ - eine blaue Plüsch-Schwebebahn - sehr gefragt sind.“

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