In Zeiten der Finanznot ist das Familientheaterfest Solidaritäts- Veranstaltung und Riesen-Spaß zugleich.

Ein Klassiker beim Familientheaterfest: Schauspieler Thomas Braus versteigert Kostüme aus dem Bühnen Fundus.
Ein Klassiker beim Familientheaterfest: Schauspieler Thomas Braus versteigert Kostüme aus dem Bühnen Fundus.

Ein Klassiker beim Familientheaterfest: Schauspieler Thomas Braus versteigert Kostüme aus dem Bühnen Fundus.

Uwe Schinkel

Ein Klassiker beim Familientheaterfest: Schauspieler Thomas Braus versteigert Kostüme aus dem Bühnen Fundus.

Wuppertal. "Diese goldene Metzgerschürze passt garantiert jedem." Thomas Braus steht auf der Bühne vor dem Schauspielhaus und preist Kostüme sowie erstmals auch Requisiten an, die bei den Wuppertaler Bühnen ausgedient haben. Die Kostümversteigerung ist ein Muss beim Familientheaterfest und Braus’ Verkleidung ein Klassiker. Viele Besucher sind eingefleischte Fans von ihm und seinen Sprüchen, kaufen wollen sie eigentlich nichts.

Trotzdem gehen sogar das "Leprahöschen", eine Netzstrumpfhose mit aufgenähten Fetzen, Rüschenkleider, "getränkt mit dem Schweiß der Darsteller", und die beiden Holzgewehre weg.

Ein echter Publikumsmagnet ist das Theaterfest an diesem strahlend schönen Spätsommer-Samstag vor dem Schauspielhaus, die Wuppertaler erfreuen sich an ihrem Theater und das freut besonders Geschäftsführer Enno Schaarwächter.

Marionetten-Theater und Kindermuseum

Nicht nur sein Haus präsentiert sich hier mit Auftritten des Kinderchores, Info-Ständen und der Möglichkeit, sich in Kostümen fotografieren zu lassen. Auch Müllers Marionettentheater, das Kinder- und Jugendtheater, das Kindermuseum und das Sinfonieorchester zeigen Ausschnitte und verteilen Spielpläne. Auf der Außenbühne sorgen die afrikanischen Trommler Akowa und die Bigband des Fuhlrott-Gymnasiums für Stimmung.

Einlass nur mit Zählkarte

Drinnen kommen die Familien auf ihre Kosten. Märchen und Kindergeschichten prägen das Programm. Wobei etliche Kinder lieber auf der Hüpfburg toben, als still einem Theaterstück zu lauschen. Ein Herein- und Herausflanieren ist diesmal nicht möglich, der Eintritt ist nur mit Zählkarte erlaubt.

Die "fliegenden Zucchinis" vom Jugendclub der Bühnen ziehen mit ihren Pantomimen die Blicke auf sich. Die Sinfoniker lassen Instrumente erraten und verteilen Luftballons für den Weitflugwettbewerb. Viele Stammbesucher sind nicht nur wegen des Festes gekommen, sondern wollen ihre Solidarität mit den Wuppertaler Bühnen ausdrücken. "Ich finde es schön, dass hier Stimmung für unser Theater gemacht wird", spricht Werner Schrenk vielen aus dem Herzen.

Das jüngere Publikum kommt am Abend bei dem Musik-Comedy-Duo von Andrea Seitz und der Party mit Popnoname auf seine Kosten.

 

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