Roswitha Müller-Piepenkötter will im Wuppertaler Westen für den Landtag antreten. Das bestätigt die CDU.

Landesjustizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter will ihre politische Karriere auch über 2010 hinaus fortsetzen.
Landesjustizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter will ihre politische Karriere auch über 2010 hinaus fortsetzen.

Landesjustizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter will ihre politische Karriere auch über 2010 hinaus fortsetzen.

dpa

Landesjustizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter will ihre politische Karriere auch über 2010 hinaus fortsetzen.

Wuppertal. Sie ist regelmäßig zu Besuch in der Stadt, sie kennt alle wichtigen Leute in der regionalen CDU, sie sucht nun hier ihre politische Heimat: Die nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter möchte im kommenden Jahr in Wuppertal für den Landtag kandidieren. Das bestätigten gestern CDU-Kreise unserer Zeitung.

Der Wahlkreis 33 - er liegt im Wuppertaler Westen und umfasst auch den Solinger Stadtteil Gräfrath - ist derzeit nicht im Landtag vertreten. Bei der Landtagswahl im Jahr 2005 holte ihn der ehemalige Generalsekretär der NRW-CDU, Hans-Joachim Reck. Doch der trat im Jahr 2006 nach einem Zerwürfnis mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) zurück und wechselte in die Privatwirtschaft.

Müller-Piepenkötter ist 58 Jahre alt, stammt zwar aus dem Ruhrgebiet (Waltrop), ist aber seit vielen Jahren im Bergischen Land zu Hause. Die Mutter zweier Kinder lebt mit ihrem Mann in Remscheid. Sie war lange Jahre Richterin am Oberlandesgericht in Düsseldorf und Landesvorsitzende des Deutschen Richterbundes. Rüttgers holte sie als Quereinsteigerin im Jahr 2005 ins Kabinett.

Dort ist sie umstritten. Nach einem Foltermord im Jugendgefängnis von Siegburg gab es massive Rücktrittsforderungen. Als eine Konsequenz aus diesem Verbrechen setzte sie den Bau eines neuen Jugendgefängnisses durch - in Ronsdorf.

Mit einer Bewerbung um einen Landtagswahlkreis setzt Müller-Piepenkötter nun ein Signal, dass sie auch über die Landtagswahl 2010 hinaus politisch aktiv sein will. In der Wuppertaler CDU gibt es allerdings Befürchtungen, die prominente Bewerberin könnte dem Platzhirschen Peter Brakelmann einen aussichtsreichen Listenplatz wegnehmen, der dann greift, wenn die Direktkandidatur schiefgeht. "Wir stehen zu Brakelmann", sagte am Freitag ein CDU-Spitzenmann.

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