Am Loh überraschte eine Frau einen Einbrecher in ihrer Wohnung. Der schlug brutal zu und floh ohne Beute.

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Tatort Wartburgstraße: Hier brach ein Unbekannter in die Erdgeschosswohnung einer 82-Jährigen ein.

Tatort Wartburgstraße: Hier brach ein Unbekannter in die Erdgeschosswohnung einer 82-Jährigen ein.

Wolfgang Westerholz

Tatort Wartburgstraße: Hier brach ein Unbekannter in die Erdgeschosswohnung einer 82-Jährigen ein.

Wuppertal. Erneut hat am Sonntag in Wuppertal ein Einbrecher eine alleinstehende Seniorin in einer Erdgeschosswohnung brutal überfallen. Wie die Polizei mitteilte, wurde der unbekannte Täter Sonntagfrüh von einer 82-Jährigen in deren Wohnung an der Wartburgstraße überrascht. Er bedrohte die Frau mit einem Messer, schlug sie mehrfach und warf sie dann zu Boden.

Dabei verlangte er Bargeld von ihr. Als die Seniorin laut um Hilfe rief, floh der Täter ohne Beute. Die 82-Jährige kam mit einem Schock, zahlreichen Prellungen sowie Wunden an Kopf und Körper ins Krankenhaus. Es ist der zweite brutale Überfall von Einbrechern auf Senioren innerhalb einer Woche - am vergangen Sonntag wurde bereits eine Vohwinkelerin in der eigenen Wohnung Opfer eines Täter-Quartetts.

Die Polizei sucht dringend Zeugen

Beiden Fällen gemeinsam ist die Brutalität, mit der die Einbrecher vorgingen. Bei der gestrigen Tat gelangte der Täter nach ersten Ermittlungen der Polizei in die Parterrewohnung der 82-Jährigen, indem er gegen 5 Uhr früh ein Wohnzimmerfenster einschlug.

Durch das lautstarke Eindringen weckte er die Seniorin offenbar - noch während der Einbrecher die Wohnung durchsuchte, stellte ihn die Frau. Der Mann zog ein Messer, verlangte Bargeld und schlug dann auf die 82-Jährige ein. Erst ihre lauten Schreie verjagten den Mann - und alarmierten Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus, die die Polizei verständigten.

Die 82-Jährige erlitt zwar nach bisherigen Erkenntnissen keine Knochenbrüche oder sonstigen gravierenden Verletzungen, konnte bisher aber kaum Angaben zur Tat machen. "Die Attacke hat das Opfer zu sehr mitgenommen", sagte ein Polizeisprecher zur WZ.

Am Abend des vergangenen Sonntags drangen vier Täter in eine Parterrewohnung einer Senioren-Wohnanlage ein. Die 75-jährige Bewohnerin griffen sie mit Reizgas an und drückten ihr Augen und Mund zu. Am Ende flüchteten sie mit erbeutetem Schmuck durch das Treppenhaus. Das Opfer erlitt einen Schock, kam ansonsten aber mit blauen Flecken davon.

Trotz intensiver Ermittlungen hat die Polizei bislang keine heiße Spur. Auch mehrere Zeugenaussagen brachten die Ermittler nach eigenen Angaben nicht weiter.

Gerade Balkontüren und Wohnzimmerfenster, vor allem im Erdgeschoss, sind laut Polizei Schwachstellen, auf die es Einbrecher meist abgesehen haben. Die Prävenstions-Spezialisten der Wuppertaler Polizei empfehlen daher, sich nicht nur auf heruntergelassene Jalousien zu verlassen, sondern auch einbruchssichere Zusatzschlösser an Fenstern und Balkontüren anzubringen.

Umso dringender ist die Polizei auf Zeugenaussagen angewiesen. Wer Hinweise zum Tathergang oder zum Täter machen kann, kann sich an das Kriminalkommissariat 14 der Wuppertaler Polizei unter Telefon 284-0 wenden.

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