Zusammen mit der AOK Rheinland hat das Gesundheitsamt Wuppertal die erste Aktion zur Schutzimpfung organisiert.

Kornelia Bogner (l.) impft Ursula Ludes in der AOK-Geschäftsstelle an der B7. Sabrina Pohlmann assistiert.
Kornelia Bogner (l.) impft Ursula Ludes in der AOK-Geschäftsstelle an der B7. Sabrina Pohlmann assistiert.

Kornelia Bogner (l.) impft Ursula Ludes in der AOK-Geschäftsstelle an der B7. Sabrina Pohlmann assistiert.

Uwe Schinkel

Kornelia Bogner (l.) impft Ursula Ludes in der AOK-Geschäftsstelle an der B7. Sabrina Pohlmann assistiert.

Wuppertal. Immer mehr Menschen sind Jahr für Jahr von den Grippewellen betroffen. Die Zahl der Krankschreibungen erreichte in der vergangenen Saison laut Robert-Koch-Institut mit rund 3,4 Millionen Personen den höchsten Stand seit zehn Jahren. Dennoch lässt sich nur ein Viertel der Bevölkerung impfen. Ein Fehler – gerade für Risikopatienten, sagt Bärbel Weisz vom Gesundheitsamt: „Besonders für Ältere, chronisch Kranke oder Schwangere ist die Schutzimpfung wichtig. Riskant ist oft nicht die Grippe, sondern die Folgeschäden.“

Deshalb organisiert das Gesundheitsamt auch in diesem Jahr mit der AOK Rheinland/Hamburg eine Aktion, bei der sich die Menschen impfen lassen können. Am Donnerstag kamen mehrere hundert Menschen in die AOK-Geschäftsstelle, um einer Grippeerkrankung vorzubeugen. „Ich bin viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und kann mich schnell anstecken, deshalb frische ich die Impfung jedes Jahr auf“, erzählte die 72-jährige Brunhilde Kröger.

Wer sich trotzdem ansteckt, kann von schwachem Verlauf ausgehen

Bis zu zehn Minuten beträgt die Wartezeit. Dies sei oft schneller als beim Hausarzt, sagt Bärbel Weisz: „Für viele ist das praktisch. Aber bei Kindern unter sechs Jahren empfehlen wir den Gang zum niedergelassenen Arzt.“ Auch Peter Vesely (52) hat sich für die Impfung entschieden: „Spritzen sind für mich Horror, aber es ist wichtig, einer Infektion vorzubeugen.“

Eine Garantie gebe es nicht, sagt Weisz. Wer sich trotz Impfung anstecken sollte, kann aber von einem abgeschwächten Verlauf ausgehen. Bis zu zwei Wochen dauert es, bis der Schutz aufgebaut ist. Jetzt ist also genau der richtige Zeitpunkt, sich impfen zu lassen. Das Gesundheitsamt appelliert vor allem an diejenigen, die mit pflegebedürftigen Menschen und Kindern in Kontakt stehen, das Risiko einer Ansteckung nicht einzugehen. Ein kleiner Nadelstich kann das verhindern.

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