36 Millionen Euro für ein Schulzentrum, das macht 18000 Euro, die das Gebäudemanagement dort pro Schüler ausgibt. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Mehr als 160Millionen Euro beträgt der Sanierungsstau bei den 860 städtischen Gebäuden, darunter 460 Schulbauten. Bei der Diskussion um die Haushaltskonsolidierung wird schnell vergessen, wohin in Wuppertal das große Geld fließt.

Schulen sind Pflichtaufgaben der Städte, es gibt die Schulbaupauschale und das Konjunkturpaket. Stimmt, aber es ist keineswegs selbstverständlich für arme Städte wie Wuppertal, eine vergleichbare Schul-Infrastruktur vorzuhalten. Wuppertal muss Schulen und möglicherweise Bibliotheken schließen, hat zu wenig Geld, um dem Anspruch einer Ausnahme-Bildungsstadt zu genügen. Aber Wuppertal ist und bleibt ein guter Schulstandort. Das ist die gute Nachricht in Zeiten der Krise.

andreas.lukesch@ westdeutsche-zeitung.de

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