Es ist erstaunlich, wie Eilanträge an einem Verwaltungsgericht behandelt werden. Eile mit Weile heißt es in den Amtsstuben. Bei der Gewerkschaft Verdi wird man mit Wohlwollen vermerkt haben, dass wenigstens an den Gerichten die Arbeitszeiten heilig sind. Feierabend heißt Feierabend in Düsseldorf. Und da stört es niemanden, dass in Wuppertal für viele Menschen einiges davon abhängt, wie der Eilantrag von Verdi gegen den verkaufsoffenen Sonntag am 3. Dezember beschieden worden ist.

Erstaunlich in dem an Kuriositäten reichen Streit um verkaufsoffene Sonntage ist auch, dass Kläger und Beklagte gestern weder ihre Anwälte noch Beobachter beim Verwaltungsgericht in Stellung gebracht haben. Die Posse passt ins Bild der seit Monaten währenden Diskussion um die verkaufsoffenen Sonntage. Und da der Kunstschnee nun schon einmal bestellt ist. Wie wäre es denn mit einer Schneeballschlacht zwischen Verdi und den Einzelhändlern?

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