Die Beweissicherung im Haus des Ehepaars Springmann ist fortgesetzt worden. Die Ermittler sollen Einbruchsspuren gefunden haben.

Wuppertal. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat am Dienstag nach der Obduktion der Leichen von Enno und Christa Springmann den Verdacht bestätigt, dass es sich um ein vorsätzliches Tötungsdelikt handelte. Die Beweissicherung am Tatort sei unterdessen  weitergegangen, sagte Staatsanwalt Hauke Pahre am Dienstag.

Nach Informationen des Düsseldorfer Express hat die Spurensicherung Einbruchsspuren am Haus an der Holthauser Straße in Ronsdorf gefunden. Da Enno Springmann aber vor Wochen in privater Runde von einem Einbruch in seinem Haus berichtet hatte, könnten die auch von einer vorherigen Tat stammen.

Keine Auskunft zum Thema Einbruch

Polizei und Staatsanwaltschaft geben bisher keine Informationen dazu heraus, ob es einen Einbruch in das Haus des Ehepaares gegeben hat. Auch zu einem vorherigen Einbruch äußern sie sich nicht.

Anja Meis, Pressesprecherin der Polizei, sagte aber, dass Ronsdorf im Allgemeinen kein typisches Einbruchsgebiet sei. Es habe in den vergangenen Monaten zwar schon einen Einbruch in ein anderes Haus an der Straße gegeben, generell seien die Zahlen in Ronsdorf wie auch in Cronenberg gegenüber Stadtteilen wie Elberfeld und Barmen aber sehr gering. Auch im Einbruchsradar der vergangenen Woche findet sich kein Fall auf den Südhöhen.

Meis sagte weiter, dass ältere Menschen, wie es die Springmanns waren, nicht häufiger Opfer von Einbrüchen würden als andere Menschen. Aus Familienkreisen des getöteten Ehepaares war unterdessen zu hören, dass Christa Springmann krank war und das Haus selten verlies.

Die Springmanns, Unternehmerfamilie und Kulturförderer, waren am Montagmorgen tot in ihrem Haus gefunden worden. Die Mordkommission ermittelt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer