Ein Ruhmesblatt war sie nun wirklich nicht - die Zwangspause der Schwebebahn. Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Kunstwelt nach Wuppertal schaute, um einen Blick auf Monet zu erhaschen, mussten die Stadtwerke Mitte Dezember von einem Tag auf den anderen den Stillstand des Wahrzeichens verkünden. Zähneknirschend und mit offenen Fragen, auf die es kaum plausible Antworten gab. Darauf folgte im Stahlgerüst ein wochenlanger Kraftakt bei zum Teil klirrender Kälte, der seinesgleichen suchte und der mit Blick auf das gewaltige Arbeitspensum und die Punktlandung Respekt verdient.

Die Schwebebahn ist und bleibt ein Unikat, das mit Bussen nicht zu ersetzen ist. Liebe in Wuppertal ist seit je her eine mit Ecken und Kanten - und das gilt gerade auch für die alte Dame aus Stahl. Nach den Turbulenzen der vergangenen Monate geht es nun mit Macht ans überfällige Rest-Pensum, das immer wieder auch mit Betriebspausen verbunden sein wird.

Dass das allerdings in Ordnung geht und mitgetragen wird, hat Wuppertal in den vergangenen Jahren immer wieder unterstrichen - solange es der Zukunft des Wahrzeichens dient. Vor diesem Hintergrund schaut jetzt alles wieder nach vorn - wahlweise in Fahrtrichtung Vohwinkel oder Oberbarmen.

 

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