45 000 Ausleihen werden bis Ende des Jahres erwartet.

E-Books gibt es auch in der Wuppertaler Stadtbibliothek immer mehr. Ihr Anteil am Gesamtbestand ist mit rund drei Prozent aber noch gering.
E-Books gibt es auch in der Wuppertaler Stadtbibliothek immer mehr. Ihr Anteil am Gesamtbestand ist mit rund drei Prozent aber noch gering.

E-Books gibt es auch in der Wuppertaler Stadtbibliothek immer mehr. Ihr Anteil am Gesamtbestand ist mit rund drei Prozent aber noch gering.

dpa

E-Books gibt es auch in der Wuppertaler Stadtbibliothek immer mehr. Ihr Anteil am Gesamtbestand ist mit rund drei Prozent aber noch gering.

Wuppertal. Die E-Books sind auf dem Vormarsch – auch in der Wuppertaler Stadtbibliothek. Zwar ist ihre Gesamtzahl mit 15 000 gegenüber den 325 000 Büchern noch gering. Doch die Zahl der E-Books – und vor allem der Ausleihen – steigt stetig. 31 000 Mal sind E-Books im vergangenen Jahr ausgeliehen worden. In diesem Jahr rechnet die kommissarische Bibliotheksleiterin Dagmar Hamacher mit 45 000 Ausleihen. „Die Steigerungsraten sind enorm“, sagt sie.

Die Stadtbibliothek konzentriert sich dabei auf die Schwerpunkte Schule und Lernen, Romane, Kinderbücher und Ratgeber. Gerade Schüler riefen eine Unterrichtshilfe viel lieber auf dem Computer, Tablet oder Smartphone ab, als in ein Buch zu gucken. Auch E-Book-Reader können in der Stadtbibliothek ausgeliehen werden. Derzeit stehen fünf Sony E-Reader und sechs Tolinos zur Verfügung. „Die sind gut nachgefragt“, sagt Dagmar Hamacher. Da gerade ältere Menschen sich aber erstmal mit der Nutzung eines solchen Gerätes vertraut machen müssen, wird am jeweils letzten Freitag im Monat eine Sprechstunde zum Thema E-Book angeboten.

Kooperation mit Remscheid und Solingen bei der Online-Ausleihe

Bei der Online-Ausleihe arbeitet die Stadtbibliothek seit 2008 mit den Remscheider und Solinger Kollegen zusammen. Gemeinsam wird die Seite „Bergische Medien“ betrieben, auf der E-Books auch direkt ausgeliehen werden können.

In der Testphase befindet sich gerade eine Elternberatung zu Bilderbuch-Apps für Kinder. „Da müssen wir erst einmal abwarten, wie das funktioniert“, sagt Hamacher. Aber auch hier sei langfristig zum Beispiel eine Sprechstunde denkbar.

Nachteil der E-Books: Bestseller werden nur einmal angeboten

Für die Bibliothek sei der Umgang mit E-Books deutlich einfacher und günstiger, sagt Hamacher. Da E-Books automatisch ablaufen, müsse man sich zum Beispiel nicht um Mahngebühren für säumige Leser kümmern. Außerdem sind die elektronischen Bücher gegen Eselsohren und zerrissene Seiten sicher – müssen also nicht gepflegt oder ersetzt werden. In der Anschaffung kann die Bibliothek, deren Etat vor zwei Jahren um rund 40 Prozent auf 256 450 Euro pro Jahr gekürzt wurde, bei E-Books aber nicht sparen.

Nachteil des E-Books sei derzeit, dass auch Bestseller aufgrund der hohen Lizenzkosten nur einmal angeboten werden können. Hier warte man noch auf eine Reform des Urheberrechts, so Hamacher.

Sie selbst liest zwar unterwegs gerne E-Books. „Zuhause habe ich aber lieber ein Buch in der Hand.“ Die Stadtbibliothek bietet derzeit beides parallel an. In Zukunft werde man sich in einigen Fällen wohl für eine von beiden Formen entscheiden.

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