Immer mehr Radfahrer zwischen Nächstebreck und Schöller schwören auf Räder mit Elektromotor.

Radeln mit Hilfsmotor wird immer beliebter im Tal – unterschiedliche Modelle sind im Angebot.
Radeln mit Hilfsmotor wird immer beliebter im Tal – unterschiedliche Modelle sind im Angebot.

Radeln mit Hilfsmotor wird immer beliebter im Tal – unterschiedliche Modelle sind im Angebot.

dpa

Radeln mit Hilfsmotor wird immer beliebter im Tal – unterschiedliche Modelle sind im Angebot.

Wuppertal. So populär Radfahren nicht zuletzt dank der Nordbahntrasse in Wuppertal geworden ist: Die Bergische Topographie stellt auch den willigsten Pedalritter immer wieder vor Herausforderungen. Da ist es nicht verwunderlich, dass in der Stadt E-Bikes auf große Nachfrage stoßen. Besonders beliebt sind die sogenannten Pedelecs, Räder, die während des Tretens von einem elektrischen Hilfsmotor unterstützt werden.

„Seit 2009 stellen wir einen Run bei den Pedelecs fest“, sagt der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Kreisverband Wuppertal/Solingen, Klaus Lang. Die Pedelec-Dichte in Wuppertal liege deutlich über der in Düsseldorf oder Münster. Bei manchen Touren des ADFC liege der Pedelec-Anteil bei 60 bis 70 Prozent, erzählt Lang. Vor allem älteren Mitbürgern komme diese Art der Fortbewegung entgegen. Auch für den Weg zur Arbeit sei ein Pedelec besser geeignet als ein nur mit Muskelkraft betriebenes Rad - weil der Radfahrer nicht so ins Schwitzen kommt. Da die Zweiräder nicht schneller als 25 Stundenkilometer sind, gelten sie als Fahrräder und dürfen auch auf Radwegen genutzt werden.

Pedelecs: „Die holen das Münsterland hierher“

Auch der Geschäftsführer von Dickten Fahrräder, Knut Dickten, bestätigt die große Nachfrage nach Pedelecs: „Der Nutzfaktor für diese Räder ist da. Ich sage immer: ‚Die holen das Münsterland hierher.“ Bei den neuverkauften Rädern liege der Pedelec-Anteil zwischen 30 und 40 Prozent. Mittlerweile gebe es auch schon Mountainbikes mit Zusatzantrieb. Zudem fragten auch vermehrt jüngere Leute diese Räder nach. „Den Nimbus des Alte-Leute-Fahrzeugs haben die nicht mehr“, erklärt Dickten. Abschrecken kann da vielleicht höchstens der Preis – um ein leistungsstarkes Pedelec zu bekommen, sollte man nach Angaben von Dickten mindestens 2000 Euro investieren. Das Ladegerät ist im Preis inbegriffen. Eine vollständige Ladung dauert zwischen zwei und vier Stunden. Bis zu 80 Kilometer weit kann der Radler damit kommen.

Um das Fahren mit dem E-Bike zu fördern, unterhalten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) sechs Akku-Ladestationen: Sie finden sich unter anderem an der Skatehalle Wicked Woods in Oberbarmen, an der Station Natur und Umwelt und an der evangelischen Gemeinde Emmaus in Cronenberg. Rund 20 Ladepunkte stehen insgesamt zur Verfügung. Ansonsten kann jede beliebige Steckdose genommen werden: Sofern der Besitzer des Stromanschlusses dem Aufladen zustimmt.

Weitere Ladestationen der Stadtwerke seien derzeit nicht in Planung, sagt WSW-Sprecher Holger Stephan. Man habe jetzt erst einmal die Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Das vor zwei Jahren gegründete Projekt Emo-Tal möchte dafür nun verstärkt Gastronomen oder Unternehmen entlang viel befahrener Strecken ansprechen, damit sie Ladestationen für Pedelecs bereitstellen. Die Energiekosten für ein solches Angebot seien gering und würden in der Regel durch den Werbe- oder Marketingeffekt wieder ausgeglichen, erklärt Anni Dornbach, die das Projekt im Auftrag der Stadt betreut. Infos unter:

www.wuppertal.de/e-mobil

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