Feste Bezugspersonen helfen dort gestressten Kindern.

alte Feuerwache
Bertold Frowein, Feuerwachenchef Joachim Heiß und OB Peter Jung (v.l.) freuen sich, dass bald eine dritte Achtsamkeitsgruppe beginnt.

Bertold Frowein, Feuerwachenchef Joachim Heiß und OB Peter Jung (v.l.) freuen sich, dass bald eine dritte Achtsamkeitsgruppe beginnt.

Andreas Fischer

Bertold Frowein, Feuerwachenchef Joachim Heiß und OB Peter Jung (v.l.) freuen sich, dass bald eine dritte Achtsamkeitsgruppe beginnt.

Wuppertal. 20.865,60 Euro – so viel ist an Spenden durch die Verdoppelungsaktion des Vereins „Leben in Wuppertal“ für eine neue, dritte Achtsamkeitsgruppe im Jugendzentrum Alte Feuerwache zusammengekommen. Jetzt sind mehr als 90.000 Euro im Topf. „Damit können wir starten“, freut sich Feuerwachenchef Joachim Heiß.

„Leben in Wuppertal“, gegründet von dem Unternehmen Frowein, hatte versprochen, zu jedem Euro bis zu einer Summe von 20.000 Euro den gleichen Betrag dazuzugeben. Vor allem Firmen ließen sich davon motivieren, zahlten zwischen 500 und 7500 Euro. Darüber freut sich auch Oberbürgermeister Peter Jung, der die Schirmherrschaft für diese Gruppe übernehmen wird.

Es sind noch 30 000 Euro nötig, um die Gruppe für drei Jahre zu sichern

Vor vier Jahren hat die Alte Feuerwache das Konzept der Achtsamkeitsgruppen entwickelt. Viele Kinder, die täglich kamen, litten unter großem Stress - unter anderem wegen der schwierigen Lebenssituationen ihrer Familien. In der Gruppe betreut sie ein festes Team aus einer Erzieherin und einer männlichen Honorarkraft, jeden Tag nach der Schule. Sie essen zusammen, erhalten Hilfe bei den Hausaufgaben und können an den übrigen Angeboten der Alten Feuerwache teilnehmen.

„Das Zauberwort ist Bindungsförderung“, erklärt Joachim Heiß. Psychologische Tests hätten gezeigt, dass der Stress deutlich nachgelassen hat. Ein Zwölfjähriger bringt es auf den Punkt: „Das Schönste ist, dass man Leute hat, mit denen man reden kann.“ Mit 120.000 Euro wäre die Gruppe über die vollen drei Jahre zu finanzieren. Dafür werden noch weitere Spenden gebraucht.

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