Ab 14. Januar stehen drei Männer wegen schwerer Brandstiftung vor dem Amtsgericht.

Nach dem Anschlag auf die Bergische Synagoge nahm eine mehrköpfige Ermittlungskommission des Staatsschutzes die Ermittlungen auf.
Nach dem Anschlag auf die Bergische Synagoge nahm eine mehrköpfige Ermittlungskommission des Staatsschutzes die Ermittlungen auf.

Nach dem Anschlag auf die Bergische Synagoge nahm eine mehrköpfige Ermittlungskommission des Staatsschutzes die Ermittlungen auf.

Oliver Berg/dpa

Nach dem Anschlag auf die Bergische Synagoge nahm eine mehrköpfige Ermittlungskommission des Staatsschutzes die Ermittlungen auf.

Wuppertal. Der Anschlag auf die Synagoge vom 29. Juli wird jetzt vor Gericht aufgearbeitet: Ab 14. Januar müssen sich vor dem Amtsgericht drei Männer wegen versuchter schwerer Brandstiftung verantworten.

Es war ein Schock für die Gemeindemitglieder, für Wuppertal und ganz Deutschland: In der Nacht auf den 29. Juli hatte es einen Brandanschlag auf die Synagoge gegeben. Zum Glück zündeten die Molotow-Cocktails nicht, es gab nur einen geringen Sachschaden.

Eine Anwohnerin hatte nach 2 Uhr nachts ein Feuer auf der Straße vor dem Gebetshaus bemerkt und die Polizei gerufen. Die fand einen brennenden Motolotow-Cocktail auf der Straße und weitere, die zwar gegen den Eingangsbereich geschleudert worden waren, aber nicht gezündet hatten.

Noch in der Nähe des Tatorts nahmen die Beamten einen 18-Jährigen fest. Einen Tag später nahm sie einen weiteren Mann fest, musste ihn aber Ende August wieder freilassen.

Zwei weitere Festnahmen Anfang September

Videoaufnahmen aus der Nähe des Tatorts zeigten, dass drei Täter an dem Anschlag beteiligt waren. Die Polizei überwachte Verdächtige, hörte Telefone ab. Diese Ermittlungen führten sie zu einem 18- und einem 29-Jährigen, die sie Anfang September festnahm.

Die Bergische Synagoge wurde 2002 feierlich eingeweiht.

Noch am Tag des Anschlags am 29. Juli demonstrierten mehrere hundert Menschen, um der jüdischen Gemeinde ihre Solidarität zu bekunden. Viele Politiker äußerten sich betroffen.

Die drei Verdächtigen wohnten zuvor in Wuppertal, stammen aber aus Palästina. Möglicherweise hat der Nah-Ost-Konflikt sie zu der Tat motiviert. Auf weitere Hintermänner gibt es keine Hinweise. Geäußert haben sie sich nicht. Nur einer von ihnen soll gesagt haben, er habe „einen Fehler gemacht“. Auf Nachfragen gab er aber keine Antwort mehr.

Laut Anklage haben sie sechs Flaschen gefüllt mit Diesel auf die Synagoge geworfen. Weil aber die Lunten während des Wurfs erloschen, kam es nicht zu einem Feuer. Für den Prozess sind zwei Tage geplant. Das Urteil soll am 18. Januar fallen.