Diakonie, Helios und DRK Schwesternschaft gehen gemeinsamen Weg und reagieren damit auf eine gesetzliche Neuregelung.

Diakonie, Helios und DRK Schwesternschaft gehen gemeinsamen Weg und reagieren damit auf eine gesetzliche Neuregelung.
Um auf den Pflegenotstand zu reagieren, wollen die DRK-Schwesternschaft, die Diakonie und das Helios Klinikum bei der Ausbildung zur Pflegefachkraft kooperieren. Symbol

Um auf den Pflegenotstand zu reagieren, wollen die DRK-Schwesternschaft, die Diakonie und das Helios Klinikum bei der Ausbildung zur Pflegefachkraft kooperieren. Symbol

dpa

Um auf den Pflegenotstand zu reagieren, wollen die DRK-Schwesternschaft, die Diakonie und das Helios Klinikum bei der Ausbildung zur Pflegefachkraft kooperieren. Symbol

Die drei Partner waren bei der Unterzeichnung ihres neuen Kooperationsvertrages sehr zufrieden. Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer Helios Klinikum, sprach von einer außergewöhnlichen Aktion für Wuppertal. Diakoniedirektor Martin Hamburger ist froh, dass man sich breiter aufstellen kann, und Bettina Schmidt, Oberin der DRK-Schwesternschaft, freut sich, dass die Schwerpunkte nun gebündelt werden. Anlässlich der gesetzlichen Neuregelung der Pflegeausbildung, die am 1. Januar 2020 in Kraft tritt, schaffen sie im Rahmen ihrer Zusammenarbeit ein neues Ausbildungsangebot für Pflegeberufe.

Die demografische Entwicklung und die Veränderungen in den Versorgungsstrukturen führen zu geänderten Anforderungen an die Versorgung und das Pflegepersonal. Der Bereich ambulanter Pflege wird immer wichtiger und ist besonders auf breit qualifizierte und flexibel einsetzbare Pflegekräfte angewiesen.

Das neue Pflegeberufegesetz fordert eine gemeinsame Ausbildung von Pflegekräften unabhängig davon, wo ein späterer Einsatz beabsichtigt ist: in Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege. Gelernt wird nach einem gemeinsamen Rahmenlehrplan und unter einer bundeseinheitlichen Ausbildungs- und Prüfungsordnung.

„Bei dieser generalistischen Ausbildung wird in Theorie und Praxis gleich ausgebildet“, erklärt DRK-Oberin Schmidt. In der Wuppertaler Kooperation werden die Schwerpunkte der Partner zusammengelegt und die Auszubildenden zu Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern ausgebildet. Diese Berufsbezeichnung verdeutlicht, dass die Einsatzmöglichkeiten in allen Bereichen liegen können, ob stationär oder ambulant.

Die Häuser wollen eine Antwort auf Pflegenotstand finden

Die ersten zwei Ausbildungsjahre sind an allen Ausbildungsstellen gleich, eine Spezialisierung erfolgt im dritten Jahr der Ausbildung. „So wird auf einen Einsatz in allen Arbeitsfeldern der Pflege vorbereitet“, erklärt Lutz Hellbusch, Leiter des Bildungszentrums. Durch die Zusammenarbeit von Diakonie, DRK Schwesternschaft und Helios Klinik erhalten die Auszubildenden die Möglichkeit, in die unterschiedlichen Bereiche zu schauen.

Zur praktischen Ausbildung gehören Pflichteinsätze in der stationären Akutpflege, der stationären Langzeitpflege, der ambulanten Pflege, der stationären pädiatrischen Versorgung und in der Psychiatrie/Gerontopsychiatrie.

Da die drei Kooperationspartner unterschiedliche Schwerpunkte in ihrer Arbeit haben, bieten sie den Auszubildenden diese Einsatzmöglichkeiten. Am Helios Klinikum liegen die Schwerpunkte auf der stationären Akutpflege und der stationären pädiatrischen Pflege, bei der Diakonischen Altenpflege bei der stationären Langzeitpflege und der ambulanten Pflege und bei der DRK Schwesternschaft bei der stationären Akutpflege, der stationären pädiatrischen Pflege und der stationären Langzeitpflege.

Diakoniechef Hamburger ist froh, dass man so früh am Start ist. „Schon vor Jahren gab es erste Gespräche. Das ist wichtig, damit wir auf den Pflegenotstand eine Antwort finden.“ Auch für Helios-Geschäftsführer Cruse ist es wichtig, neue Schüler zu gewinnen. „Durch die Sammlung aller in der Pflege angesiedelten Berufe unter einem Dach der drei Träger stellen wir uns für die Zukunft auf und bieten eine Antwort auf den Fachkräftemangel.“ Die neue gemeinsame Ausbildung soll auf den Einsatz in allen Feldern der Pflege vorbereiten und einen Wechsel zwischen den Bereichen erleichtern.

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