12,4 Millionen sollen in die Modernisierung des Hauptbahnhofs fließen. Zwei neue Aufzüge sind geplant.

Bahnhofs Mall statt Eingangshalle. Bis der Hauptbahnhof die Besucher der Stadt einladend empfängt, vergehen noch Jahre.
Bahnhofs Mall statt Eingangshalle. Bis der Hauptbahnhof die Besucher der Stadt einladend empfängt, vergehen noch Jahre.

Bahnhofs Mall statt Eingangshalle. Bis der Hauptbahnhof die Besucher der Stadt einladend empfängt, vergehen noch Jahre.

Uwe Schinkel

Bahnhofs Mall statt Eingangshalle. Bis der Hauptbahnhof die Besucher der Stadt einladend empfängt, vergehen noch Jahre.

Elberfeld. Der Umbau des Verkehrsknotenpunktes Döppersberg hat mit der Sperrung der Straße Döppersberg zu Beginn der Woche Fahrt aufgenommen. Doch bis die Bahn auf den fahrenden Zug aufspringt und mit der Modernisierung des Hauptbahnhofs beginnt, werden noch mindestens drei Jahre vergehen.

Bahn steckt 12,4 Millionen Euro in den Hauptbahnhof

„Frühestens 2014 geht es los“, sagt Bahnsprecher Udo Kampschulte und dämpft damit die Erwartungen ungeduldiger Bahnkunden, die auf zügigere Veränderungen und Verbesserungen im Sog des Umbaus Döppersberg gehofft hatten. 12,4 Millionen Euro will die Bahn nach dem aktuellen Stand insgesamt investieren, das sind rund 1,4 Millionen Euro mehr als bisher gegenüber der Stadt versprochen. „Die aktuellen Pläne der Bahn sind genau das, was wir bisher abgestimmt haben. Das gilt auch für den Zeitplan, denn oben am Döppersberg werden wir mit unseren Bauvorhaben erst 2016 fertig sein. Der Wuppertaler Hauptbahnhof hat es aber auch dringend nötig“, sagt Baudezernent Frank Meyer, der hofft, dass die Bahn auch die Probleme an anderen Wuppertaler Bahnhöfen anpackt.

Die Bahn ist am Zug

Als Stardirigent Toshiyuki Kamioka zum ersten Mal Wuppertal besuchte, da wäre er nach seiner Ankunft am Hauptbahnhof am liebsten direkt in den Gegenzug gestiegen. So niederschmetternd wirkte auf ihn das Ambiente von Bahnhof und Döppersberg. Kamioka ist geblieben und hat Wuppertal schätzen gelernt. mehr

Als Vorzeigebahnhof taugt der Wuppertaler Hauptbahnhof in seinem aktuellen Zustand nicht. Die wenig einladende Eingangshalle und ein Tunnel zu den Bahnsteigen und zur Elberfelder Fußgängerzone, der jeder Beschreibung spottet, entsprechen nicht den Vorstellungen, die man mit einem modernen Verkehrsknotenpunkt verbindet. „Man könnte sagen, der Bahnhof wird völlig umgekrempelt“, verspricht Udo Kampschulte Abhilfe. Die Fahrgäste sollen diese Verbesserungen spätestens 2017 beim Betreten der sogenannten Bahnhofs-Mall spüren. Der Eingang zur Mall liegt in Nachbarschaft zum Schwebebahnhof und wird nach dem Absenken der Fahrspuren der B7 oberirdisch mit ein paar Schritten erreichbar sein.

Der Großteil des Geldes fließt in die Verbesserung der Bahnsteige

Der Großteil der Investitionen der Bahn wird in die sogenannte „Ertüchtigung der Verkehrsstation“ fließen. Das Gleis 1 und der mittlere Bahnsteig sollen nach dem Umbau barrierefrei über Aufzüge erreichbar sein. Bisher verfügt der Bahnhof über einen Fahrstuhl zu den beiden hinteren Gleisen (S Bahn, Müngstener) am Ende des Tunnels. Licht am Ende des Tunnels zeichnet sich auf den Bahnsteigen ab. Die Bahnsteigüberdachung an Gleis 2 und Gleis 3 soll um 500 Quadratmeter erweitert werden. Außerdem werden die Bahnsteige neu beleuchtet. Die Erhöhung des mittleren Bahnsteigs um 96 Zentimeter ist längst überfällig. Wenn der ICE mit dem hinteren Teil in der Kurve hält, ist bisher nämlich der rettende Wuppertaler Boden nur mit einem Sprung zu erreichen.

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