Der neue Spitzenkandidat der Wählergemeinschaft für Wuppertal (WfW), Dr. Reimar Kroll, ist kaum gewählt und eckt schon an.

Reimar Kroll hat sich über die "Verlotterung" gewisser Bereiche in Elberfeld beschwert - und sich dabei, wie er sagt, "flapsig" ausgedrückt.
Reimar Kroll hat sich über die "Verlotterung" gewisser Bereiche in Elberfeld beschwert - und sich dabei, wie er sagt, "flapsig" ausgedrückt.

Reimar Kroll hat sich über die "Verlotterung" gewisser Bereiche in Elberfeld beschwert - und sich dabei, wie er sagt, "flapsig" ausgedrückt.

Wolfgang Westerholz

Reimar Kroll hat sich über die "Verlotterung" gewisser Bereiche in Elberfeld beschwert - und sich dabei, wie er sagt, "flapsig" ausgedrückt.

Wuppertal. Die Wählergemeinschaft für Wuppertal (WFW) schickt bei der Kommunalwahl 2009 den pensionierten Diplom-Kaufmann Dr. Reimar Kroll als Spitzenkandidat für den Rat ins Rennen. Der 66-Jährige setzte sich in einer Kampfabstimmung mit deutlicher Mehrheit gegen den amtierenden Fraktionschef Detlef Schmitz durch. Letzterer steht nun gar nicht mehr zur Wahl.

Schon in seiner Vorstellung vor rund 35 Mitgliedern sorgte Kroll nach WZ-Informationen für Aufregung, als er sich gegen die "Türkisierung der B7" aussprach. Gegenüber der WZ bestätigte Kroll, diesen Begriff gebraucht zu haben. Es habe sich um eine "flapsige Bemerkung" gehandelt. "Mir ist in dem Moment kein anderer Ausdruck eingefallen", rechtfertigte er sich.

Gemeint habe er die Forderung gegen die "Verslumung der Innenstadt", die zunehmende "Verlotterung" zum Beispiel an der Friederich-Ebert-Straße. Wörtlich sagte er der WZ: "Es geht um schlechten Wohnraum, der von Türken und Sozialhilfeempfängern besiedelt wird." Kroll fordert einen Masterplan für die Innenstadt. Darauf habe er Bezug genomen, so Kroll.

Ein Wahlprogramm gibt es bisher lediglich als Entwurf, die Verabschiedung steht noch aus.

Gründungsmitglied und Platz drei der WfW-Ratsreserveliste für die Kommunalwahl 2009 nimmt Dr. Reimar Kroll bezüglich seiner "Türkisierungs"-Aüßerung in Schutz. Die Formulierung sei unglücklich, können einem aber schon mal herausrutschen. Gemeint seien die sozial schwierigen Stadtteile, das sei jedem klar. Für die WfW hofft Schiller, bei der Kommunalwahl 2009 das Ergebnis von 2004 (6,9 Prozent) wiederholen zu können. Man habe in der vergangenen Legislaturperiode die Erwartungen an die WfW nicht erfüllen können. "Wir wollen jetzt ein überzeugenderes Bild als in der Vergangenheit abgeben", so Schiller auf WZ-Nachfrage.

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