Zwei Studentinnen der Uni geben Einblicke in die Eigenheiten der Gelände Haspel, Grifflenberg und Freudenberg.

Zwei Studentinnen der Uni geben Einblicke in die Eigenheiten der Gelände Haspel, Grifflenberg und Freudenberg.
Der Campus Freudenberg war früher eine Kaserne.

Der Campus Freudenberg war früher eine Kaserne.

Der Campus Freudenberg war früher eine Kaserne.

Der Campus Grifflenberg thront über der Stadt und bietet fantastische Ausblicke über Wuppertal. Der Campus Haspel liegt in der Talachse direkt an der B7. Die Architektur des Neubaus der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen wurde ausgezeichnet.

Jürgen Cordt, Bild 1 von 3

Der Campus Freudenberg war früher eine Kaserne.

In weniger als einem Monat beginnt das diesjährige Sommersemester. Und obwohl die Bergische Uni sich wachsender Beliebtheit erfreut, bleibt gerade für Erstsemester ein schier unüberwindbares Hindernis: die Orientierung. Dass die Vielzahl an Studiengängen auf drei Standorte verteilt ist, macht diese nicht gerade einfacher. Dabei kann es durchaus lohnen, den heimatlichen Campus zu verlassen und sich die benachbarten Studienorte einmal genauer anzuschauen.

Im Getümmel: Campus Grifflenberg

Von den mittlerweile knapp 22 000 Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal bewegt sich ein Großteil am Hauptcampus Grifflenberg - von Philosophen und Musikern bis hin zu Mathematikern und Wirtschaftswissenschaftlern. Mit Sitz der Verwaltung und der aus dem Tal sichtbaren Lage ist der Grifflenberg ohne Frage die erste Assoziation mit der Wuppertaler Uni. Das 1977 über den Höhen Elberfelds fertiggestellte Hauptgebäude besticht äußerlich zunächst durch seinen unverkennbaren Fabrik-Charme.

Campus

Wuppertal

Doch obwohl sich hier und da noch längst vergangene Zeiten erahnen lassen, wird das Gebäude zunehmend modernisiert und durch neue Räumlichkeiten in zeitgemäßem Design ergänzt. Vorbei sind die Tage, an denen Germanistik-Studierende wegen Platzmangels ihren Vorlesungen von den plüschigen Sesseln des Cinemaxx aus lauschen mussten. Nach dem modernen Glasbau K wurde zuletzt das futuristische Gebäude V/W eingeweiht.

Auch die Bibliothek ist seit einiger Zeit um einen stets dicht besetzten lichtdurchfluteten Lesesaal im obersten Stockwerk reicher. Die unzähligen Verbindungen zwischen Gebäuden und Etagen bringen neben einem hohen Verlaufsrisiko auch den Vorteil mit sich, dass man an den zahlreichen Wuppertaler Regentagen nicht nass werden muss, um von A nach B zu kommen - vorausgesetzt, man kennt die richtigen Geheimgänge. Dabei ist ein Ausflug ins Freie bei gutem Wetter mehr als lohnend: Die Terrasse der Mensa und der grasbewachsene „Flügelhügel“ bieten einen der schönsten Panoramablicke über Wuppertal.

Im Grünen: Campus Freudenberg

Ein Kontrastprogramm zum Hauptcampus bieten die ehemaligen Kasernengebäude auf dem Freudenberg, die den Studierenden der Elektro-, Informations- und Medientechnik Platz bieten: Hier oben ist das studentische Gewimmel deutlich geringer und die Straßen breiter, dafür ist dieser Standort auch am weitesten von der Talachse entfernt. Den akkurat aufgereihten Gebäuden steht direkt auf dem Parkplatz eine große Photovoltaik-Anlage gegenüber. Die zugehörige Theorie wird in den Hörsälen des benachbarten modernen Gebäudekomplexes zu erneuerbaren Energien vermittelt.

Im Spätsommer 2016 ist außerdem ein Großteil der Mitarbeiter des Instituts für Bildungsforschung vom Hauptcampus auf den Freudenberg in einen eigens dafür errichteten Modulbau umgezogen. Der Freudenberg kann mit einer Miniaturversion der Mensa des Grifflenberg aufwarten. Generell ist hier alles etwas kleiner und beschaulicher, als man es vom Hauptcampus gewöhnt ist. Dank seiner Lage jedoch wird der Campus Freudenberg Wuppertals Ruf als grüne Großstadt gerecht: Direkt vor der Tür befinden sich ausladende Grünflächen sowie ein Outdoor-Fitnesspfad mitten durch den Wald auf der Friedenshöhe.

Im Geschehen: Campus Haspel

Runter vom Berg und hinein in die Stadt: Auf dem Unterbarmer Campus Haspel, der bei aller Überschaubarkeit über eine eigene Mensa und Bibliothek verfügt, befindet sich die Fakultät für Architektur und Bauingenieurswesen - einem der Aushängeschilder der Bergischen Universität. Passend dazu wurde der neu errichtete Erweiterungsbau HC vom Bund Deutscher Architekten unlängst mit der „Auszeichnung guter Bauten“ versehen. Bis zur Inbetriebnahme des Neubaus im vergangenen Jahr wurde die benachbarte Pauluskirche ein Vierteljahrhundert lang als Hörsaal genutzt.

Während die beiden Nachbarstandorte auf den Höhen Wuppertals etwas abseits des Zentrums liegen und vor allem Pendler kaum mit der Stadt vertraut machen, befinden sich die Studierenden hier mitten im Geschehen: Über die Wuppertaler Hauptschlagader B7 ist die Elberfelder Innenstadt in wenigen Minuten zu erreichen und in regelmäßigen Abständen passiert die Schwebebahn den zentral gelegenen Campus.

Ganz wie ihre beheimateten Studiengänge sind die drei Standorte der BUW grundverschieden und beleuchten jeder auf seine Art die vielfältigen Facetten der Stadt – ob mit Panoramablick, Grünanlagen oder Wuppernähe. Egal auf welchem Campus, wir sehen uns im Sommersemester!

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