Städtische Delegation bewertet die achttägiger China-Tour positiv. Austausch mit Mitarbeitern vereinbart.

Städtische Delegation bewertet die achttägiger China-Tour positiv. Austausch mit Mitarbeitern vereinbart.
Die Wuppertaler Delegation bei einer Werksbesichtigung in China.

Die Wuppertaler Delegation bei einer Werksbesichtigung in China.

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Die Wuppertaler Delegation bei einer Werksbesichtigung in China.

Wuppertal. Neun Tage hat die Wuppertaler Delegation in China verbracht, fünf Konferenzen mit bis zu 100 potenziellen Investoren hinter sich gebracht und viele neue Kontakte geknüpft. Entsprechend positiv fällt auch die Einschätzung der Teilnehmer aus. „Die Reise war ein großer Erfolg“, sagt Stadtdirektor Johannes Slawig. Bei den Gesprächen seien auch viele Unternehmen vertreten gewesen, die bislang „noch nicht in Deutschland investiert haben“. Es habe eine große Offenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber Deutschland und dem Standort Wuppertal gegeben.

An der Tour ins Reich der Mitte hatten sich neben Vertretern der Stadtverwaltung mehrere Unternehmer und Makler beteiligt – unter anderem Richard Hubinger vom Wuppertaler Brauhaus. Er möchte für den chinesischen Markt sein „Engels-Bräu“ brauen und dort vertreiben lassen. „Dazu hat er auch Gespräche mit Betreibern von touristischen Aktivitäten geführt“, erzählt der Vorstand der Wuppertaler Wirtschaftsförderung, Rolf Volmerig. Das deutsche Bier habe in China einen „extrem guten Ruf“. Die Unternehmen aus Wuppertal potenzielle Partner aus China präsentiert. Noch sei es allerdings nicht um den Abschluss von konkreten Verträgen gegangen. „Ziel war es eher, lang- und mittelfristige Perspektiven für eine Zusammenarbeit zu finden“, sagt Slawig. So konnten etwa die beiden Vertreter der Firma Generationdesign mit chinesischen Unternehmen mögliche Projekte aus dem Bereich Industriedesign diskutieren.

Für die Wuppertaler Delegation war es die mittlerweile vierte Reise nach China. Die Gruppe besuchte zwei Ballungsräume – die Region Shanghai und mehrere Städte in der südchinesischen Provinz Guangdong. „Wir haben jetzt einen guten Überblick über die Region und wollen uns in Zukunft vor allem auf den Süden Chinas konzentrieren“, betont der Chef der Wirtschaftsförderung, Volmerig. In diesem Teil des Landes seien die Internationalisierung und die Öffnung der Gesellschaft am weitesten fortgeschritten.

Bei ihren Abstecher nach China und den Besuchen vor Ort nutzen die Vertreter aus Wuppertal einmal mehr ihr „Alleinstellungsmerkmal“ als Geburtsstadt von Friedrich Engels. „Engels ist Teil der chinesischen Kultur- und Geistesgeschichte. Das nutzen wir als Türöffner für unsere Gespräche“, sagt Slawig. Zugleich haben die Reisen der Delegation aber auch Aufklärungsarbeit über den Standort Wuppertal geleistet. „Man merkt, dass Wuppertal über Engels hinaus einen guten Ruf hat.“

Der Besuch der Partnerstadt Dongguan stand ebenfalls auf dem Programm. Dort wurde ein Vertrag zum Austausch von städtischen Mitarbeitern unterzeichnet. „Noch in diesem Jahr sollen zwei Mitarbeiter aus China für drei Monate zu uns kommen“, sagt Volmerig. Das Programm läuft drei Jahre und soll die Verbindungen weiter vertiefen.

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