Die AOK fordert die Einrichtung von mehr Zentren, vor allem für planbare Eingriffe.

Wuppertal. Die AOK Rheinland/Hamburg ist im Städtedreieck Marktführer im Gesundheitssystem. Nun zeigt sie sich unzufrieden mit der Entwicklung der Krankenhäuser. Der Vorstandsvorsitzende Günter Wältermann: „Wenn jedes Krankenhaus machen kann, was es will, müssen wir das auch bezahlen. Dann erlauben wir uns einen Luxus und haben noch nicht einmal die notwendige Expertise.“

Forderung: Es sollen in der Region mehr Zentren mit Expertise entstehen. Wältermann: „Es gibt Krebsbehandlungen, bei denen die Patienten in einem Zentrum besser behandelt worden wären.“

Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung

Dafür müssten sie aber unter Umständen einige Kilometer weit fahren. Brustkrebsbehandlungen schloss er dabei ausdrücklich aus. Diesbezüglich gibt es in der Region entsprechende Zentren. Ein onkologische Zentrum kann er in Wuppertal aber nicht ausmachen.

Die Forderung nach mehr Zentren gelte grundsätzlich für alle planbaren Behandlungen. Wältermann: „Planbare Behandlungen dürfen nicht jedem überlassen werden.“

Die AOK fordert aber auch eine stärkere Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung – und mehr Durchlässigkeit. Mit einem anderem Modell ließen sich so 1,1 Milliarden Euro in NRW sparen.

Im Zusammenhang mit der Krankenhausplanung findet es auch Regionaldirektor Hans Baum befremdlich, dass in Wuppertal zusätzlich zu einer bereits bestehenden Gefäßchirurgie weitere entstehen sollen. Und auch deshalb fordern sie von der Politik klarere Rahmenbedingungen. „Derzeit aber überlassen wir es dem freien Markt“, so Wältermann.

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