St. Petrus in Laaken wird geschlossen. Beim WZ Mobil gab es viele Vorschläge, was mit Gotteshäusern wie diesem geschehen könnte.

Die WZ-Mitarbeiter Anne Palka (l.) und Friedemann Bräuer im Gespräch zum Thema Kirchenschließungen am Laurentiusplatz.
Die WZ-Mitarbeiter Anne Palka (l.) und Friedemann Bräuer im Gespräch zum Thema Kirchenschließungen am Laurentiusplatz.

Die WZ-Mitarbeiter Anne Palka (l.) und Friedemann Bräuer im Gespräch zum Thema Kirchenschließungen am Laurentiusplatz.

Stefan Fries

Die WZ-Mitarbeiter Anne Palka (l.) und Friedemann Bräuer im Gespräch zum Thema Kirchenschließungen am Laurentiusplatz.

Wuppertal. Was soll mit Kirchen geschehen, die nicht mehr zu Gottesdiensten genutzt werden? Diese Frage stellten wir den Passanten auf dem Laurentiusplatz angesichts der geplanten Schließung von St. Petrus in Laaken – und erhielten einige kreative Antworten.

Zeljko Mihaljevic, Kroate katholischen Glaubens, ist grundsätzlich gegen Kirchenschließungen: „Sie sollten als Stätte der Hoffnung für die Menschen auf jeden Fall erhalten bleiben“, ist seine Meinung, und seine Tochter Yovanna, Mathematik-Studentin an der Uni Wuppertal, fügt hinzu: „Ich sehe Kirchen nicht nur als reine Sakralbauten, sondern auch als Kulturerbe.“

„Ehemalige Kirchen sind doch ideale Orte für Begegnungsstätten.“

Eugen Matthes.

„Abreißen und stattdessen Wohnungen bauen. Wer beten will, kann das auch in kleineren Räumen“, war die Ansicht eines Passanten, der sich zwar als Atheist bekannte, zu seiner Meinung aber nicht mit seinem Namen stehen wollte. „Man sollte nicht mehr genutzte Kirchen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und damit zu einer wenigstens teilweisen Lösung der Asylprobleme beitragen“, ist der Vorschlag von Monika Janowitz, während Regina Deines sich eine Nutzung als Konzertsaal vorstellen könnte. „Allerdings denke ich da eher an klassische Musik.“

Ulrike Brändle hat ein Beispiel aus Langenberg: „Da wurde in einer nicht mehr genutzten Kirche noch eine Trauung vollzogen und die Hochzeit gleich an Ort und Stelle gefeiert.“ – „Ehemalige Kirchen sind doch ideale Orte für Begegnungsstätten, wobei aber auch die jeweilige Historie des Baus eine Rolle spielen sollte“, sagt Eugen Matthes.

Bettina Drosse wünscht sich Familien-Treffpunkte und plädiert auch für Kindertagesstätten, auf jeden Fall aber für eine Verwendung im sozialen Bereich. „Bedauerlich“ findet Dr. Inge Braun Kirchenschließungen, wünscht sich aber eine weiteren Gebrauch im Sinne der Kirche. „Kindergarten, Altenheim oder Wohneinheiten für Asyl-Bewerber schweben mir da vor.“ Than Nghia Tran sieht einstige Gotteshäuser so: „Als Ort für Familienfeiern oder Hochzeiten.“

Leserkommentare (3)


() Registrierte Nutzer