Bei vielen ist es mit den guten Absichten zu Neujahr nicht weit her.

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WZ-Mitarbeiter Friedemann Bräuer (r.) im Gespräch mit Passanten auf dem Laurentiusplatz.

WZ-Mitarbeiter Friedemann Bräuer (r.) im Gespräch mit Passanten auf dem Laurentiusplatz.

Beim WZ-Mobil wurden fleißig Panini-Sticker getauscht und geklebt.

Anna Schwartz, Bild 1 von 2

WZ-Mitarbeiter Friedemann Bräuer (r.) im Gespräch mit Passanten auf dem Laurentiusplatz.

Wuppertal. „Vom Winde verweht“: Passte dieser Filmtitel ebenso gut zur gestrigen Wetterlage wie zu den guten Vorsätzen, die viele Mitbürger zum Jahreswechsel gefasst hatten? Dieser Frage gingen die Mitarbeiter des WZ-Mobils gestern auf dem Laurentiusplatz in Elberfeld nach.

Ulrike Brändle hat da ihre Probleme: „Ich hatte mir vorgenommen, in diesem Jahr acht Kilo abzunehmen, musste die Umsetzung aber aufgrund widriger Umstände bis heute verschieben. Ja, und da bringt heute ein Kollege Kuchen mit. Was soll man da machen?“ Für Sabine Much gab es keinen Grund, sich viel vorzunehmen: „Ich lebe gesund, rauche nicht und trinke kaum Alkohol. Ein wenig gelassener wollte ich werden, aber da kann man kaum aus seiner Haut heraus.“

Die Familie Brunner aus Düren und zu Gast in Wuppertal sieht es pragmatisch: „Wenn man sich nichts vornimmt, braucht man später kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man Vorsätze gebrochen hat.“ Eine Balance finden will Peter Stumpe: „Und zwar zwischen Arbeit, Familie und eigenen Bedürfnissen. Das ist zu schaffen.“ Michael Kozinowski hat bei einem Vorsatz wenig Hoffnung auf Umsetzung: „Ich habe mir bisher immer vorgenommen, weniger zu arbeiten, das aber nie umsetzen können.“

Hehre Absichten hat Cathrin Dahm-Schmidt: „Mehr Sport, mich gesünder und ausgewogener ernähren und mehr in der Natur aufhalten. Außerdem will ich mich mit der Vergangenheit aussöhnen.“ Auch Valeria (15) hat Gutes vor: „Ich möchte innerhalb meiner Familie hilfsbereiter sein.“

Gerd Schäfer (68) ist die Gelassenheit in Person: „Ich habe keine guten Vorsätze gefasst und muss mir dann auch keine Vorwürfe machen. Ich bin immer zufrieden, weil ich nur mache, was ich auch will.“ Die gesamte Problematik guter Vorsätze fasst für uns zum Schluss der Dichter Wilhelm Busch zusammen: „Ach, der Tugend gute Werke. Gerne würd‘ ich sie erwischen. Doch ich merke, doch ich merke: Immer kommt mir was dazwischen.“

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