Kölner Bethe-Stiftung fördert Projekte der Jugendorganisation mit Spendenverdopplung.

Kölner Bethe-Stiftung fördert Projekte der Jugendorganisation mit Spendenverdopplung.
Tobias Runge (v.l.), Jürgen Regneri und Sina Bode freuen sich über die Spendenverdopplung, die Wolfgang Arzt (Bethe-Stiftung) ankündigte.

Tobias Runge (v.l.), Jürgen Regneri und Sina Bode freuen sich über die Spendenverdopplung, die Wolfgang Arzt (Bethe-Stiftung) ankündigte.

S. Fries

Tobias Runge (v.l.), Jürgen Regneri und Sina Bode freuen sich über die Spendenverdopplung, die Wolfgang Arzt (Bethe-Stiftung) ankündigte.

Ostersbaum. Die Morde der NSU, Angriffe auf Asylbewerberunterkünfte und antisemitische Tendenzen in Wort und Tat sind für die „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ Anlass, die Zivilcourage zu stärken. Aus diesem Grunde fanden und finden zahlreiche Veranstaltungen, Seminare und Aufklärungsaktionen statt, mit denen Rassismus, Hass und nationalsozialistische Tendenzen bekämpft werden sollen. Da trifft es sich gut, dass auch die Kölner Bethe-Stiftung sich bereiterklärt hat, die Falken im Rahmen einer Spendenverdoppelung zu unterstützen. Um das näher zu erläutern, hatten die Falken am Montag zu einem Informationsgespräch ins Johannes-Rau-Haus an der Elberfelder Robertstraße eingeladen.

Die Falken wurden früher als „Nestbeschmutzer“ diffamiert

Außer den Vorstandsmitgliedern des Kreisverbandes Bergisch Land, Sina Bode, Tobias Runge und Jürgen Regneri war auch Wolfgang Arzt, Bildungsreferent der Bethe-Stiftung, ins Johannes-Rau-Haus gekommen. Arzt wies daraufhin, dass seine Institution in ihren Anfangstagen 1996 zunächst die Kinderhospiz-Arbeit unterstützt habe, sich aber auch seit Jahren für Aufklärung und Bildung in den Bereichen Antisemitismus und Neo-Nazitum einsetze. „Wir unterstützen die Bildungsfahrten zu den KZ-Gedenkstätten“, so Arzt. „Gegen Antisemitismus helfen nur Bildung und Aufklärung“, appellierte der Bildungs-Referent, der auf Erinnerungskultur setzt.

Jürgen Regneri erklärte, dass die Falken bereits 1946 Fahrten zu den Gedenkstätten übernommen hätten und damals als „Nestbeschmutzer“ diffamiert worden seien. Ein Umstand, der schon früh Zivilcourage erfordert hätte. „Inzwischen unternehmen wir alle zwei Jahre Fahrten zu Gedenkstätten“, so Regneri und verwies auf die vom 22. bis zum 24. Juni geplante Gedenkstättenfahrt für Menschen zwischen 18 und 30 Jahren. Ziel wird dann die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang sein. Der Frage „Wer waren die Täter?“ soll auf den Grund gegangen werden.

Eine weitere wirkungsvolle Maßnahme soll die Ausbildung von Multiplikatoren sein, die an zehn Wochenenden in insgesamt 160 Arbeitsstunden in Gruppen mithilfe von Pädagogen und Experten von außerhalb Programme erarbeiten. Die sollen verdeutlichen, wie beispielsweise eine Gruppe funktioniert, wie Mobbing verhindert wird und Toleranz gelebt werden kann. Die Spendenaktion läuft vom 15. Mai bis zum 15. August dieses Jahres. Spenden, die bis zu insgesamt 5000 Euro eingehen, wird die Bethe-Stiftung verdoppeln. Wichtig ist dabei das Stichwort „Spendenverdoppelung Bethe-Stiftung“ anzugeben.

Näheres verrät die Internetseite von „Die Falken“.

wirfalken.net

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