Wuppertaler Verband strukturiert Geschäftsbereiche in fünf neue Tochtergesellschaften.

Thomas Bartsch, Mirjam Michalski und Martin Hamburger (v.l.) von der Diakonie.
Thomas Bartsch, Mirjam Michalski und Martin Hamburger (v.l.) von der Diakonie.

Thomas Bartsch, Mirjam Michalski und Martin Hamburger (v.l.) von der Diakonie.

Andreas Fischer

Thomas Bartsch, Mirjam Michalski und Martin Hamburger (v.l.) von der Diakonie.

Wuppertal. Die Diakonie Wuppertal organisiert sich neu. Auf einer Pressekonferenz stellte Diakoniedirektor Pfarrer Dr. Martin Hamburger fünf neue Tochtergesellschaften vor, die bei der Umstrukturierung entstanden sind. „Für unsere Klienten ändert sich nichts“, betont Martin Hamburger. Wo Diakonie draufsteht, ist also weiterhin Diakonie drin. Die Organisation in mehrere gemeinnützige Gesellschaften zu gliedern, war für die Diakonie notwendig, um handlungsfähig zu bleiben und am Markt bestehen zu können.

Denn mit der Reform passt sich die Diakonie vor allem ihrer neuen Größe an: in den vergangenen elf Jahren ist die Zahl der Mitarbeiter von 350 Mitarbeitern auf knapp 2000 gestiegen. „Bei dem Wachstum sind viele Doppelstrukturen entstanden, die wir jetzt beseitigt haben“, sagt Hamburger.

Mit der Reform wurden Doppelstrukturen beseitigt

Bisher bestand die Diakonie Wuppertal aus vielen verschiedenen Einrichtungen, die aus dem historischen Kontext entstanden sind. Nun gliedert sich die Diakonie in die gemeinnützigen Gesellschaften Altenhilfe, Kindertagesstätten, Kinder-Jugend-Familie, Soziale Teilhabe sowie eine Servicegesellschaft. Dabei wurden Geschäftsbereiche zusammengefasst, die in der Praxis direkt miteinander zu tun haben, wie zum Beispiel die Migrationshilfe und die sogenannte Gefährdetenhilfe, in der Obdachlose betreut wurden. „Jetzt haben wir ganz andere Möglichkeiten, Betroffene mit einem Hilfesystem zu unterstützen“, sagt Mirjam Michalski aus der Geschäftsführung Soziale Teilhabe gGmbH. Als Beispiel nennt sie die Vermittlung von Wohnungen.

Das neue Konstrukt soll auch für die Zusammenarbeit mit Behörden von Vorteil sein. In der Gesellschaft Soziale Teilhabe sind jetzt alle Einrichtungen des Bereichs Arbeit gebündelt, so dass es zum Beispiel nur noch einen Ansprechpartner für das Jobcenter gibt.

Die Rechtsform als gemeinnützige Gesellschaft verschafft der Diakonie Wuppertal auch einen größeren Handlungsspielraum. „Als gemeinnützige Gesellschaft sind wir unabhängiger, zum Beispiel bei der Einstellung neuer Mitarbeiter“, sagt Thomas Bartsch, der als Geschäftsführer drei der fünf Gesellschaften vorsteht. Zuvor mussten diese von der Evangelischen Landeskirche genehmigt werden, weil viele Einrichtungen der Diakonie Wuppertal kirchlichem Recht unterlagen.

Diese Unabhängigkeit führt aber nicht zur Abkehr von der Kirche, betont Hamburger: „Wir bleiben der soziale Arm der evangelischen Kirche in Wuppertal.“

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