Was sich angehende Industriedesigner so alles ausdenken.

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Die Projektgruppe Schwebebahn 3.0: Renke Thye, Andrea Schöllgen, Dirk Hessenbruch und Philipp Goeder (v.l.n.r.) haben Vorschläge für die neue Wagengeneration gemacht. Hinter dem Quartett ist zu sehen, wie die neue Schwebebahn aussehen könnte.

Die Projektgruppe Schwebebahn 3.0: Renke Thye, Andrea Schöllgen, Dirk Hessenbruch und Philipp Goeder (v.l.n.r.) haben Vorschläge für die neue Wagengeneration gemacht. Hinter dem Quartett ist zu sehen, wie die neue Schwebebahn aussehen könnte.

Uwe Schinkel

Die Projektgruppe Schwebebahn 3.0: Renke Thye, Andrea Schöllgen, Dirk Hessenbruch und Philipp Goeder (v.l.n.r.) haben Vorschläge für die neue Wagengeneration gemacht. Hinter dem Quartett ist zu sehen, wie die neue Schwebebahn aussehen könnte.

Wuppertal. Multifunktionalität hat sich durchgesetzt, jedenfalls im Bereich der Haushaltshelfer und Elektronikgeräte. Ganz im Sinne der Verbraucher stellte der Studiengang Industrial Design an der Bergischen Uni die aktuellen Diplomarbeiten, aber auch mehr als 100 weitere Ergebnisse aus Studienprojekten des Sommersemesters vor.

"Aus 2 mach 1" hieß es beispielsweise bei Sebastian Steinhäuser, der Rasierer und Zahnbürste in einem ebenso praktischen wie wohl auch gefährlichen Gerät vereinte, während sich sein Kommilitone David Siepmann an einer Symbiose aus Küchenschwamm und Kompaktkamera versucht hatte.

"Die neue Schwebebahn hat keine Fenster, ist doppelstöckig, hat Teppichboden."

Aus den Vorschlägen der Projektgruppe Schwebebahn 3.0

Solch verspieltes Treiben schien ein typischer Zug der Anfänger, während sich die Fortgeschrittenen im Sommersemester 2009 mit ausgefeilteren Projekten beschäftigt hatten. Publikumsmagnet waren dabei die Konzepte und Vorschläge der Projektgruppe "Schwebebahn 3.0". Unter der Maßgabe, an einer neuen Wagengeneration für die Stadtwerke zu feilen, hatten Andrea Schöllgen, Philipp Goeder, Dirk Hessenbruch und Renke Thye eine hochmoderne und nutzerfreundliche Schwebebahn entworfen.

Was den Wagentyp unter anderem auszeichnen könnte, war auf Zetteln zu lesen: "Die neue Schwebebahn fährt kopfüber, hat keine Fenster, ist doppelstöckig, hat Teppichboden." Das soll unter anderem heißen, dass man durchgängig in alle Richtungen aus der Bahn hinaussehen könnte. Die gläserne Schwebebahn - eigentlich eine sehr schöne Vorstellung. Noch ein Stück näher am möglichen Echtfall waren die Diplomarbeiten, darunter der Einkaufswagen "Toucan" von Wei Li. Er geht von der Prämisse aus, dass gängige Einkaufswagen nicht ganz der Vielfalt gewachsen sind, die doch beim Warenangebot herrscht. Die hohen Wände und die mangelnde Sortiermöglichkeit seien hinderlich. "

Toucan" kann mehr und besitzt sogar ein PDA mit Selbstbedienungskasse, das auch bei der Suche nach Ware behilflich ist. Nylonnetze und bewegliche Wände sind weitere Pluspunkte, ebenso der ausziehbare Sitz für eine Verschnaufpause.

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