Am WZ-Mobil wird klar: Für die meisten zählt die Atmosphäre. Es gibt auch einige Kritik.

Am WZ-Mobil gab es auch Kritik für den Lichtermarkt.
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Wuppertal. Leckerer Imbiss, Treffpunkt für glühwein-beseelte Abende, Kaufgelegenheit für Geschenke oder Bummel mit besonderem Flair – was ihnen der Weihnachtsmarkt bedeutet, hat die WZ am Von-der-Heydt-Platz mittägliche Besucher des Elberfelder Lichtermarkts gefragt. Und wie ihnen die Budenstadt in diesem Jahr gefällt. Die Meinungen waren sehr unterschiedlich.

Für Alina Jupe ist ein Weihnachtsmarkt immer gut: „Ich mag den Weihnachtsmarkt eher abends, wenn man gemütlich mit einem Glühwein in der Hand die Stände entlang schlendern kann. Was mir allerdings fehlt, ist eine Krippe mit der Weihnachtsgeschichte. Dann wäre es perfekt.“

Kritik äußert dagegen Marielena Kusch. Sie findet den Elberfelder Weihnachtsmarkt langweilig: „Hier gibt es nichts Ausgefallenes, und die schönen Buden, die in den letzten Jahren hier standen, sind weggefallen. Dafür gibt es jetzt mehr Fressbuden.“

Rainer Bockmühl sieht den Markt noch negativer: „Ich finde den Elberfelder Weihnachtsmarkt furchtbar. Denn es kommt keine richtige Stimmung auf, weil er zu weit gestreut ist. Man will ja Glühwein trinken, etwas essen, sich treffen und unterhalten. Da wäre ein fester Ort am Kirchplatz eher geeignet – und es wäre gemütlicher.“

Die Streuung der Stände kritisiert auch Brigitte Möller: „Das ist zu sehr auseinandergerissen.“ Ihre Begleiterin kann dem aber auch Positives abgewinnen: „Dann knubbelt es nicht so.“ Die beiden Frauen bummeln gern über den Markt: „Wir machen das wegen der Atmosphäre. Weihnachtsmarkt gehört einfach dazu, egal bei welchem Wetter“, sagt Brigitta Möller. Sie findet aber: „Stände mit Handwerkskunst gab es früher mehr.“ Sie vermisst ein Lädchen mit Weihnachtskunst: „Das hat man sich gern angesehen und manchmal zum Kauf verführen lassen“, pflichtet ihr ihre Begleiterin bei. Nach dem Abschied fällt ihr noch etwas ein: „Es ist gut, dass die Tiere weg sind. Die Lautstärke und die vielen Menschen waren nicht gut für sie.“

Auch Trixi Stöber lobt, dass die „lebendige Krippe“ nicht mehr da ist: „Das finde ich sehr positiv, denn die Tiere haben hier nichts zu suchen und fühlen sich nicht wohl. Ansonsten finde ich es abends wegen der Lichter gemütlicher.“

Das sieht Iman El Kadiri genauso: „Abends ist die Atmosphäre schöner, weil viele Leute unterwegs sind. Aber es fehlt die schöne Weihnachtsmusik. Außerdem sollten mehr gemütliche Sitzgelegenheiten da sein und ein Programm angeboten werden, bei dem man gemeinsam etwas mit anderen machen kann.“

Tatjana Makrutzki vermisst die akustische Untermalung ebenfalls: „Was fehlt, ist die Musik, besonders wenn man, wie ich, abends den Weihnachtsmarkt besucht. Auf anderen Märkten hängen Lautsprecher an den Laternen. Außerdem wird immer mehr Essen angeboten, und traditionelle Dinge, wie etwa Holzschnitzereien und andere Bastelarbeiten sind kaum noch zu finden.“

Klaus Elle gefällt der Lichterschmuck: „Aufgefallen ist mir auf dem Neumarkt, das die Beistell-Tannenbäume schön mit Lichterketten geschmückt sind. Das macht viel aus.“ Wenn er mit seiner Frau über den Weihnachtsmarkt bummelt, will er nicht unbedingt etwas kaufen, sondern sich einfach an den Auslagen erfreuen: „Das ist was Schönes fürs Auge.“ Aber ein Einkauf ist ihm doch wichtig: Auf dem Weihnachtsmarkt holt er sich jedes Jahr seinen Jahresvorrat an Kräuterbonbons. „Die kriegt man nur Weihnachten.“

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