Das CFG will mit Projekt das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln schärfen. Dafür durften die Schüler auch auf ein Forschungsschiff.

Das CFG will mit Projekt das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln schärfen. Dafür durften die Schüler auch auf ein Forschungsschiff.
Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums beschäftigen sich mit dem „Weg des Plastiks“. Dafür waren sie auf einem Forschungsschiff auf Helgoland unterwegs.

Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums beschäftigen sich mit dem „Weg des Plastiks“. Dafür waren sie auf einem Forschungsschiff auf Helgoland unterwegs.

Andreas Fischer

Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums beschäftigen sich mit dem „Weg des Plastiks“. Dafür waren sie auf einem Forschungsschiff auf Helgoland unterwegs.

Es begann mit Schülern, die in der Wupper nach Sedimentproben suchten. 17 Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums versuchten im Wupper- und Rheingebiet zu erforschen, wie viel Plastik wirklich in unsere Gewässern zu finden ist. Im Zuge des Differenzierungsbereichs „Mensch, Gesundheit, Umwelt“ führte das die Schüler bis in die Labore des Alfred-Wegener-Instituts auf Helgoland. Warum?

Der ökologische Fingerabdruck, den wir bisher hinterlassen haben, schadet zunehmend der Umwelt und auch der Gesundheit. Wie sehr das der Fall ist, konnten die Schüler nun mit eigenen Augen erfahren. „Die Proben mussten gesiebt und 24 Stunden in einer Salzwasserlösung gelagert werden. Durch die abgeschwächte Totalreflexion durch Infrarotspektroskopie (ATR) konnten wir dann die Plastikpartikel erkennen“, erklärt Merle. Erstaunlich für sie: die Menge an Plastik ist auch im Meer erschreckend hoch.

Wie die Vierzehnjährige stellten das auch die Mitschüler fest, ein Denkanstoß im Hinblick auf den eigenen Umgang mit Plastik. Neben dem Inselleben, war die Technik besonders interessant. „Es waren sehr teure Geräte, an die man ran durfte, an die man sonst nicht darf“, berichtet Justin (14), während er die Arbeitsblätter zu den Geräten noch einmal durchgeht. Wie stark belastet sind die Gewässer und wie viel Plastik findet sich davon auch in Alltagsprodukten wie Duschgel oder Shampoo? Fragen, die noch geklärt werden sollen.

Die Arbeit mit Meeresbiologen war wertvoll für die Schüler

Schuldirektor Reinold Mertens war mit auf Helgoland. Neben dem pädagogischen Effekt zum Beispiel für naturwissenschaftliche Leistungskurse sieht er auch die Möglichkeit persönliche Lehren zu ziehen und künftig umzusetzen: „Da kann man sich Wege vorstellen, wie es für die Schüler und die Schule weitergeht, dass wir unser MINT-EC-Profil gut mit der Nachhaltigkeit verbinden können“. Das heißt im Klartext, dass die naturwissenschaftlich-technische Profil, das vom Verein MINT-EC in Berlin zertifiziert wird, mit dem Ziel der Nachhaltigkeit vereinbar ist. Für die Projektleiterin Nicole Schaller-Picard war die Exkursion nach Helgoland und die vielen Arbeiten drumherum einer voller Erfolg, allerdings auch nur der Anfang: „Die Schüler haben da mit Meeresbiologen zu tun gehabt, ein ganz neuer Einblick. Man sah diese strahlenden Augen. Das ist ganz wertvoll für die Schüler“. Gefördert durch die Bosch-Stiftung „Our common future“ und in Zusammenarbeit mit der Alfred-Wegener-Stiftung sowie der Universität Aachen durften 17 Schüler aus Wuppertal die Belastung von Gewässern und Sedimenten durch Plastik erforschen. Sowohl für wissenschaftliche Berufsorientierung als auch für globale Nachhaltigkeit soll das ein Schritt in eine aufgeklärte Richtung sein.

Infokasten

MINT-EC Der „Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen“ e.V. in Berlin setzt sich seit dem Jahr 2000 für die Förderung von MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ein. Alle vier Jahre können sich Schulen mit einer Sekundarstufe II nach einer Prüfung zertifizieren lassen.

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