Daniel Kolle hat den "Schicksalswahlkreis" Elberfeld-Mitte gewonnen. Nicht jeder Wuppertaler Sozialdemokrat hätte darauf gewettet. Dafür ist der Kandidat zu jung und zu unbekannt. Platzhirsch Ralf Geisendörfer ist dagegen draußen. Nicht jeder Christdemokrat mag dies wirklich bedauern. Geisendörfer ist ein Querulant, einer, der den Mund aufmacht, der sich in der Fraktion nie gleichschalten ließ.

Vielen Christdemokraten passte dieses Maß an Unberechenbarkeit nicht, weshalb die Unterstützung von ganz oben für den Kandidaten in Elberfeld-Mitte im Vergleich zum Apparat, den die SPD für ihren Kandidaten in Gang setzte, eher bescheiden ausfiel. Was sollte durch das Ergebnis in dem Nachwahlkreis auch noch Großartiges passieren? In den zurückliegenden drei Wochen ist das Regierungsfell im Rat längst aufgeteilt worden. Die CDU will weitermachen mit der SPD. Einen Ralf Geisendörfer braucht sie dazu nicht.

 

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