Im Chor der Gemeinde St. Hedwig gibt’s keine Nachwuchssorgen – bei Gudrun Ditgens machen 50 Kinder und Jugendliche mit.

Die Hedwigkids mit dem Erwachsenenchor „Platz 1“.
Die Hedwigkids mit dem Erwachsenenchor „Platz 1“.

Die Hedwigkids mit dem Erwachsenenchor „Platz 1“.

Marcus Müller

Die Hedwigkids mit dem Erwachsenenchor „Platz 1“.

Wuppertal. Dieser Chor ist Gudrun Ditgens’ Kind – und das schon bald 15 Jahre. Seit 2002 leitet die 55-Jährige die „Hedwigkids“, den Kinderchor der katholischen Gemeinde St. Hedwig. Inzwischen ist die erste Sängergeneration natürlich groß. Aber sie blieb Ditgens treu. Als 2010 gegründeter Erwachsenenchor „Platz 1“, der die jungen Stimmen verstärkt und auf Gitarre, Keyboard und Schlagzeug begleitet.

Aktuell singen beim Doppelchor neben 20 Erwachsenen 50 Kinder und Jugendliche mit. Von Nachwuchssorgen kann also keine Rede sein. Was sicher daran liegt, dass die Chefin der „Hedwigkids“ in Cronenberg „bekannt wie ein bunter Hund“ ist. Als Musiklehrerin unterrichtet Ditgens schon lange an der Grundschule Küllenhahn und seit letztem Jahr auch am Fuhlrott-Gymnasium. Immer wieder, erzählt sie, kommen Kinder auf sie zu und fragen nach. „Da gibt’s doch sowas, was Sie leiten.“

Ab neun Jahren darf man bei den „Hedwigkids“ mitmachen. Ein paar jüngere „Minis“ gibt es aber auch. „Wenn Kinder früher kommen wollen, dann mit Mama oder Papa.“ Am besten haben die Neulinge noch einen Freund oder eine Freundin im Schlepptau. Denn gemeinsam fällt es nicht so schwer, die vielen Mitsänger kennenzulernen.

„Für die Kinder ist das kein Chor, das ist Heimat.“

Gudrun Ditgens, Leiterin

Wenn Ditgens von ihrem Chor erzählt, kann sie kaum still sitzen. „Das macht viel, viel Spaß!“ Spaß soll es auch den Kindern machen. Das sei nun mal „Motivation Nummer eins“. Deshalb entscheidet nicht die Chefin, was gesungen wird. „Ich frag den Chor!“ – das sei ihr Slogan. Egal ob es um einen Gottesdienst – „Hedwigkids“ und „Platz 1“ treten jeden 2. Sonntag im Monat beim Familiengottesdienst ihrer Gemeinde auf – oder um ein „weltliches“ Konzert geht. Passend zu den knallroten Shirts, in denen die „Hedwigkids“ auftreten, sorgt diese Wahlfreiheit für einen bunten Mix.

Familiär geht’s bei den „Hedwigkids“ sowieso zu. Im wahrsten Sinne des Wortes. Highlight für Groß und Klein ist da sicherlich die gemeinsame Fahrt in die Eifel. Früher sangen auch Ditgens’ drei inzwischen erwachsene Töchter mit. Dass Ehemann Klaus sich stolz „treuester Fan“ des Chors nennt, wundert einen nicht.

Als Lehrerin will Ditgens natürlich gesiezt werden. Bei den Freitagsproben „duzen wir uns alle“. Zur ersten Probe um 16.30 Uhr müssen alle kommen. Die zweite ab 17.30 Uhr ist freiwillig. Die ersten sind aber schon um vier da, um erstmal anzukommen und mit den anderen zu quatschen. „Für die Kinder ist das kein Chor, das ist Heimat.“

Und der Heimat bleibt man selbstverständlich treu. Bei der letzten Familienchristmette, zu der insgesamt 500 Besucher kamen, waren wieder viele Ehemalige dabei – und stimmten kräftig mit ein, als die „Hedwigkids“ und „Platz 1“ sangen und spielten.

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