1600 beratungen Viele Schüler haben ihre Treffen mit den Experten gut vorbereitet.

Beratung zum Journalismus mit Florian Launus von der WZ (Mitte), Stefan Seitz (Wuppertaler Rundschau) und Werner Hölzer vom WDR,rechts).
Beratung zum Journalismus mit Florian Launus von der WZ (Mitte), Stefan Seitz (Wuppertaler Rundschau) und Werner Hölzer vom WDR,rechts).

Beratung zum Journalismus mit Florian Launus von der WZ (Mitte), Stefan Seitz (Wuppertaler Rundschau) und Werner Hölzer vom WDR,rechts).

Uwe Schinkel

Beratung zum Journalismus mit Florian Launus von der WZ (Mitte), Stefan Seitz (Wuppertaler Rundschau) und Werner Hölzer vom WDR,rechts).

Wuppertal. "Was soll ich studieren?" - "Wie komme ich an ein Praktikum?" - "Ist es sinnvoll, ins Ausland zu gehen?" "Gibt es sichere Jobs in meinem Traumberuf?" Wer im Jahr 2009 angesichts von Wirtschafts- und Finanzkrise vor dem Abi steht, hat viele Fragen.

Der 40. Bergische Primanertag bot am Samstag im Berufskolleg Elberfeld fundierte Antworten: 116 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft standen dort einige hundert Oberstufenschülern mit ihrem Rat zur Verfügung - darunter Prominenz wie Illustrator Wolf Erlbruch oder Ex-Vorwerk-Gesellschafter Markus von Blomberg. Insgesamt etwa 1600 Beratungsgespräche führten die Schüler an diesem Primanertag mit den Experten.

Besonders gefragt waren nach Auskunft der Organisatoren Soziale und Gesundheitsberufe sowie Medienberufe vom Journalisten bis zum Designer. Aber auch die Informationen zur Lehrerausbildung und zu Auslandsstudien waren gut besucht.

Georg Besser, Vorsitzender des Arbeitskreises Primanertag: "Aus unserer Auswertung geht hervor, dass die Schüler oft sehr gut vorbereitet in die Beratung gegangen sind." Kaum verwunderlich angesichts einer Arbeitswelt, die zwar fast unbegrenzte Möglichkeiten bietet, Einsteigern gleichzeitig aber so viel Eigeninitiative abverlangt wie nie zuvor.

In seinem Impulsreferat machte Karl W. Schröder, Leiter des Carl-Duisberg-Gymnasiums, den Schülern deshalb vor allem Mut. Schon im Jahr 2010, zitierte er aktuelle Studien, werden in Deutschland mehr Arbeitnehmer in Pension gehen als junge Leute nachrücken: "Das Nachwuchsproblem rollt auf die deutsche Wirtschaft zu wie eine Lawine." Gut ausgebildete junge Leute seien daher wichtiger denn je. "Sie werden gebraucht", rief er den gut 200 Zuhörern in der Aula des Berufskollegs zu.

Der Primanertag ist Bestandteil der Schüler-Info-Tage, die heute an der Uni offiziell beginnen. Unter Moderation von Andreas Frommer und einer Oberstufenschülerin berichten von 15.30 bis 16.30 Uhr Absolventen der Bergischen Uni über ihren Studienweg und beantworten Fragen des Publikums. Treffpunkt ist auf dem Campus Grifflenberg, Gebäude L, Ebene 09, Hörsaal 12. Im Foyer ist zudem eine Info-Börse eingerichtet.

Am Ende der Veranstaltung zeigten sich nicht nur die Besucher, sondern auch die Organisatoren zufrieden. Der Primanertag habe sich auch in seiner 40. Auflage bewährt, resümierte Georg Besser angesichts stabiler Besucherzahlen. "In diesem Zustand übergibt man sein Amt gern." Denn Besser geht im Sommer in den Ruhestand - ihm folgt Schröder als Vorsitzender des Arbeitskreises Primanertag.

 

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