30 Bewerber schaffen es in den neuen Jugendrat der Stadt.

30 Bewerber schaffen es in den neuen Jugendrat der Stadt.
Die neuen Jugendräte wurden im Internet gewählt.

Die neuen Jugendräte wurden im Internet gewählt.

Assunta Jäger

Die neuen Jugendräte wurden im Internet gewählt.

Wuppertal. Politik machen wie die Großen - das ist das Ziel des Jugendrats. Die 14- bis 21-jährigen möchten mitreden und ihre Interessen vertreten. Eins haben sie jetzt schon gezeigt: Eine Wahlparty feiern wie die Großen, das können sie.

Nach einer dreitägigen Wahl im Internet wurde am Samstagabend das Ergebnis verkündet. Von 62 Kandidaten haben es 30 in den Jugendrat geschafft, zusätzlich gibt es 12 Stellvertreter. Sobald ein neuer Name verkündet wird, der gewählt wurde, ertönt lautes Gekreische aus dem Publikum. Fast alle Kandidaten haben Freunde mitgebracht, manche einen richtigen Fan-Club.

Freuen über einen Platz im Jugendrat darf sich unter anderem Jana Huthwelker. Sie möchte mehr schöne Treffpunkte für Jugendliche haben. Das Jugendcafé JiM, das der vergangene Jugendrat initiiert hat, empfindet sie als gelungenes Beispiel. „Die Trasse finde ich auch cool, da könnte man noch weiter etwas aufbauen“, sagt sie.

Auch Anna Früh wurde in den Jugendrat gewählt. Sie hat sich vorgenommen, etwas für die Integration zu tun. In ihrem Austauschjahr habe sie gemerkt, wie schwierig es an einem fremden Ort mit fremder Kultur und Sprache sei. „Dass das aktuell zu der Situation mit den Flüchtlingen passt, war am Anfang gar nicht so beabsichtigt“, sagt sie.

Viele Kandidaten wollen sich dem Thema Flüchtlinge widmen

Dennoch hat sie damit anscheinend einen Nerv der Jugendlichen getroffen, immerhin wurde sie gewählt. Und zwar nicht als einzige mit diesem Ziel. Viele Kandidaten geben an, den Flüchtlingen in Wuppertal helfen zu wollen. Ganz oben auf der Wunschliste der Jugendlichen, standen auch: bessere Freizeitmöglichkeiten, Treffpunkte und mehr Mitspracherecht.

Konkrete Vorstellungen oder Projekte haben aber die wenigsten neuen Jugendratsmitglieder. Das wird sich bald ändern, denn sie werden nun ein Wochenende gemeinsam verbringen, auf dem sie sich gegenseitig und die Arbeit des Jugendrats genauer kennenlernen können.

„Da gibt es eine Schulung, wie die Arbeit im Jugendrat ist, wie man etwas erreicht und was man besser machen kann als bei den alten Projekten“, erklärt Soufian Goudi, der drei Jahre lang sehr engagiert im Jugendrat war. Wegen seines Abiturs hat er nicht erneut kandidiert. Nach diesem Schulungswochenende wird sich zeigen, welche Projekte der neue Jugendrat angehen wird.

In den Jugendrat gewählt wurden: Abdoul Diallo, Anna Früh, Anna Hußmann, Cudi Cesen, Erol Gülpolat, Fabrizio Vinciprova, Hassan Sreij, Ida Lovis Hüsing, Jack Ceque?a, Jana Huthwelker, Jonas Bidiamba, Julio Dogbe, Karim Oubad, Katrin Baran, Luca Langlois, Luca Sophie Schröder, Mamadou Saliou Diallo, Marlene Maiwald, Maximilian Patermann, Minh-Thong Nguyen, Mirweis Nakam, Moritz Emde, Oumaima Merzouk, Philip Boustani, Philipp Follmann, Raschid Hamouch, Roland Härder, Samuel Striewski, Seda Efe und Timo Walbrecht. Außerdem wurden zwölf Stellvertreter gewählt.

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