Stephan und Sabine Grell sind die Tollitäten der Session 2018/2019.

Stephan und Sabine Grell sind die Tollitäten der Session 2018/2019.
Stephan und Sabine Grell regieren ab dem 11. November Wuppertals Narren.

Stephan und Sabine Grell regieren ab dem 11. November Wuppertals Narren.

Andreas Fischer

Stephan und Sabine Grell regieren ab dem 11. November Wuppertals Narren.

„Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“, sagt Stephan Grell (55), der mit seiner Frau Sabine in der kommenden Karnevals-Session Wuppertals Narren als das Prinzenpaar Stephan I und Sabine I regieren wird. Schon vor zwei Jahren hatte sich Stephan, ein Karnevalist von echtem Schrot und Korn und Präsident der KAGe Weinberger Funken, um das höchste Amt im Karneval beworben. „Meine Gesellschaft ist dann achtmal elf Jahre alt“, war eine seiner Begründungen, und nachdem das Carnevals Comitee Wuppertal, CCW, auch das Bewerbungsschreiben gelesen und die gestellten Fragen als höchst befriedigend beantwortet befand, erging das Votum des Festkomitees einstimmig: „Du wirst unser Prinz.“

Als Prinzessin war zunächst eine andere Dame vorgesehen, doch das scheiterte an dem energischen Votum von Sabine Grell: „Wenn Du Prinz wirst, werde ich Prinzessin.“ Und ähnlich wie bei Weiberfastnacht üblich, behielt die Frau das letzte Wort.

Stephan, der als Elvis-Imitator „Steven-Elvis“ auf 25-jährige Bühnenerfahrung verweisen kann und auf den Brettern des Show-Business und des Karnevals daheim ist, ging zusammen mit Sabine mit Elan an die Vorbereitungen auf die Session 2018/19. Und die hat es in sich: „Die Session beginnt am 11.11.2018, endet erst am 6. März 2019. Da haben wir so etwa 180 Auftritte zu absolvieren“, weiß die zukünftige Sabine I, im Zivilberuf Chef-Sekretärin im Bayer-Forschungszentrum.

Sogar der Jahresurlaub geht für die Session drauf

„Das bedeutet auch einen erheblichen zeitlichen Aufwand, und deshalb haben wir sämtliche angesammelten Überstunden und unseren Jahresurlaub für unsere Herzensangelegenheit Prinzenpaar eingesetzt“, sagt der beim Bayer-Werkschutz beschäftigte Stephan Grell, geht aber diskret über den nicht unerheblichen finanziellen Aufwand, der mit der „Prinzenrolle“ verbunden ist, hinweg.

„Idealismus ist schon erforderlich“, bekennt das Paar, das seine wichtigste Aufgabe darin sieht, die eigene Fröhlichkeit auf die Menschen in Wuppertal zu übertragen und den hiesigen Karneval weiter voranzubringen. „Wir wollen den Menschen Freude bringen und Werbung für das Brauchtum Karneval machen“, erklären Sabine und Stephan, die in diesem Jahr übrigens elf Jahre – die Zahl Elf hat für den Karneval magische Bedeutung – verheiratet sind. Das festliche Ornat der beiden zukünftigen Tollitäten hängt seit November 2017 im Kleiderschrank, 500 Prinzenorden, 300 Pins und 250 Prinzessinnen-Broschen sind bereits geprägt. Jetzt muss nur noch endlich der 11.11. kommen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer