Das markante Konstrukt am Döppersberg nimmt Formen an. Bis voraussichtlich Sommer soll der Rohbau fertig sein.

Das markante Konstrukt am Döppersberg nimmt Formen an. Bis voraussichtlich Sommer soll der Rohbau fertig sein.
Das künftige Aussehen der Busbahnsteige lässt sich schon gut erkennen.

Das künftige Aussehen der Busbahnsteige lässt sich schon gut erkennen.

Andreas Fischer

Das künftige Aussehen der Busbahnsteige lässt sich schon gut erkennen.

„Schwebende Scheiben“ werden den neuen Busbahnhof am Döppersberg überspannen – schnittig, futuristisch und modern soll sich die zentrale Station Passagieren und Reisenden präsentieren. Die ersten drei der großen Konstruktionen, die auch an Flugzeugflügel erinnern, sind schon gut zu erkennen und fast komplett. „Zumindest, was den Stahlbau betrifft“, sagt Döppersberg-Projektleiterin Martina Langer zum aktuellen Sachstand. Und in der Tat geben die Verstrebungen einen anschaulichen Eindruck von der späteren Optik. „Das gesamte Dachpaket mit einer lichten Höhe von circa 4,25 Meter über der Oberkante der Bussteige wird von einer hellgrauen, glatten Aluminiumhaut umschlossen“, heißt es in der Baubeschreibung zum Projekt.

Nächste Woche beginnt der Stahlbau für Dach vier

Insgesamt fünf Dächer sollen am Ende den neuen Busbahnhof überspannen und Passagieren Schutz bieten. „Nächste Woche wird mit dem Stahlbau für Dach vier begonnen“, kündigt die Hochbau-Ingenieurin an. Und das letzte Dach, nämlich das in nächster Nähe zum künftigen Primark-Komplex, soll bis Ende dieses Monats begonnen werden.

Die „echte“ Dacheindeckung, Abdichtungsmaßnahmen sowie Feinblecharbeiten könnten allerdings erst in Angriff genommen werden, „wenn es zumindest relativ trocken ist“. Und es nicht, wie momentan, fast andauernd schüttet: „Für die, die da draußen die Montage vornehmen, ist das wirklich ein ungemütliches Arbeiten“, sagt die Projektleiterin. Dennoch: „Alles läuft gut“, lobt Langer, die im Schnitt mindestens einmal wöchentlich zur Baustelle kommt, wie sie sagt. „Nicht nur ich bin zufrieden, sondern unser gesamtes Team.“ Denn trotz des Regens liege man im Zeitplan.

Im Idealfall könne der Rohbau im Sommer fertig werden, schätzt Langer. „Wenn wir fertig sind, werden die Wuppertaler Stadtwerke den Busbahnhof ausstatten“, so Langer, „und beispielsweise die Fahrgastinformationen-Anzeiger anbringen“. Möblierung, Elektronik und „Feinschliff“ werden noch einmal Zeit in Anspruch nehmen. So ist unter anderem vorgesehen, Sitzbänke, Mülleimer, Ticketautomat und Vitrinen zu installieren. Das ganze Konstrukt muss zudem gestrichen werden, damit es schließlich im vorgesehenen Aluminium–Grau erstrahlt.

Bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) sehnt man die Fertigstellung des neuen Busbahnhofs schon herbei – denn zurzeit sind etliche Haltestellen provisorisch in der Elberfelder City eingerichtet. „Die Bedingungen an der Morianstraße und am Wall sind alles andere als optimal“, sagt WSW-Sprecher Holger Stephan. „Je kürzer wir das unseren Fahrgästen zumuten müssen, desto besser.“

Insofern zähle man quasi schon die Tage bis zum Start, der aller Voraussicht nach Ende dieses Jahres erfolgen soll. „Mit der Inbetriebnahme steht auch ein großer Fahrplanwechsel an“, kündigt Stephan an. „Dann werden wir alles noch einmal umstrukturieren müssen“. Bei der angekündigten Belegung der neuen Bussteige soll es bleiben. So werden beispielsweise an Bussteig 1 die Linien 612, 622, 623 und 643 in Richtung Neuenteich verkehren.

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