Am WZ-Mobil diskutierten Leser über Kameraüberwachung und Sicherheit am Hauptbahnhof.

Am WZ-Mobil diskutierten Leser über Kameraüberwachung und Sicherheit am Hauptbahnhof.
Die Videokameras am Hauptbahnhof sind veraltet und derzeit ohnehin ausgeschaltet. Archiv

Die Videokameras am Hauptbahnhof sind veraltet und derzeit ohnehin ausgeschaltet. Archiv

Andreas Fischer

Die Videokameras am Hauptbahnhof sind veraltet und derzeit ohnehin ausgeschaltet. Archiv

Keine Überwachung am Döppersberg während des Umbaus: Ist die Sicherheit am Döppersberg noch gewährleistet? Auch wenn das Problem wohl den ÖPNV generell betrifft, birgt der Umbau am Döppersberg neben der Umgestaltung momentan einige Sicherheitslücken, denn: Die rund 30 Jahre alten Überwachungskameras sind derzeit ausgeschaltet, die installierte Videotechnik veraltet und Polizeipräsenz im Hauptbahnhof eher selten zu beobachten. Und das, obwohl dort durchschnittlich jeden Tag mehr als eine Straftat zu verzeichnen ist. Beim WZ-Mobil äußerten sich die Bürger zu diesem Thema, insbesondere zu den Fragen, wie das Sicherheitsgefühl rund um die Gleise wahrgenommen wird, ob sie sich ohne Kameras am Hauptbahnhof noch wohl fühlen oder ob sie lieber weniger Kameras im öffentlichen Raum sehen würden.

„Ich bin morgens gegen vier Uhr am Bahnhof und habe mich noch nie so viel umgedreht wie in letzter Zeit.“

Klaus Peifer

Gerhard Wordenbeck beispielsweise fährt jeden Tag mit der Bahn und fühlt sich relativ sicher: „Ich habe bisher nichts Negatives kennengelernt und brauche nicht überall Überwachung.“ Dennoch würde er begrüßen, wenn Kameras an Bahnhöfen und Flughäfen installiert seien. „Das muss aber nicht so wie in England sein. Außerdem glaube ich, dass die Politik versagt hat, wenn alles überwacht werden muss.“ Christine Freund hat sich nach der Information, dass keine Überwachungskameras am Döppersberg in Betrieb sind, an den Vorfall mit dem Kind und dem Gleisunfall erinnern müssen: „Ich glaube, dass ich ein sicheres Gefühl habe, wenn die Kameras wieder eingeschaltet sind.“ An Knotenpunkten hingegen solle auf jeden Fall Kamerapräsenz sein, man solle es jedoch nicht übertreiben. „Ich wünsche mir in keinem Fall einen Überwachungsstaat.“

Das findet auch Gerhard Meister. Ansonsten habe er ein sicheres Gefühl, wenn er sich am Döppersberg bewege: „Trotzdem wäre mehr Polizeipräsenz manchmal sinnvoll, einfach um ein besseres Gefühl zu haben, denn der Bahnhofsbereich ist ja schon sehr dunkel.“ Klaus Peifer hingegen kennt dieses Sicherheitsgefühl überhaupt nicht: „Ich bin morgens gegen vier Uhr am Bahnhof und habe mich noch nie so viel umgedreht wie in letzter Zeit.“ Seiner Meinung nach sollte es mehr Überwachung und mehr Sicherheitskräfte im Bahnhofsbereich geben, auch seitens der Bundesbahn. Siegfried Bente sieht das ähnlich: „Der Bereich ist miserabel, ohne vernünftige Ausschilderung und genügend Sicherheitskräfte.“ Dort, wo es Gefahrenherde für Straftaten gebe, solle man Kameras installieren. „Aber bitte nicht an jeder Bahnhofsecke.“

Ruth Frenzel hat ein sicheres Gefühl am Döppersberg. Häufig sei die Polizei vor Ort und ihr reiche die aktuelle Sicherheitssituation: „Ich bin nicht überzeugt, dass eine derartige Überwachung notwendig ist, schon gar nicht an öffentlichen Orten.“ Sie könne sich aber vorstellen, dass man sich spät abends alleine fürchte. Wilma Heckmann findet, dass der Bereich um den Bahnhof sehr schön geworden ist: „Da habe ich überhaupt kein negatives Gefühl. Ich finde auch nicht, dass es einer verstärkten Polizeipräsenz bedarf.“ Dies würde sie und andere Menschen eher verunsichern. Gleichwohl denke sie, dass Überwachungskameras für ein stärkeres Sicherheitsgefühl installiert sein sollten.

Wolfgang Hinz wünscht sich mehr Überwachung: „Die Kameras sollten immer eingeschaltet sein, und von Zeit zu Zeit sollte die Polizei Patrouillen machen. Das wäre in jedem Fall von Vorteil.“ Auch im öffentlichen Raum solle man die Überwachungskameras in Betrieb nehmen, da man auch in den Medien höre, dass dadurch Straftaten verhindert werden.

Tanja Wesemann fühlt sich derzeit sicher, obwohl ein Familienmitglied bereits in eine Straftat involviert war: „Tatkräftige Passanten haben damals meiner Tochter geholfen.“ Sie sei in keinem Fall für den „gläsernen Menschen“ und wünsche sich daher weniger Überwachung. „Es reicht vollkommen aus, wenn das Bahnhofspersonal und die Polizei, die immer sehr freundlich sind, im momentanen Umfang vor Ort sind.“

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