20.000 Erkrankte im Bergischen Land und ihre Angehörigen haben bei der Stiftung Tannenhof jetzt einen neuen Ansprechpartner.

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Die Pflege von dementen Senioren erfordert viel Einsatz und Schulung.

Die Pflege von dementen Senioren erfordert viel Einsatz und Schulung.

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Die Pflege von dementen Senioren erfordert viel Einsatz und Schulung.

Remscheid. Je älter man wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. Auf rund 20.000 wird die Zahl der Erkrankten im Bergischen Land geschätzt - Tendenz steigend. Und da die Betroffenen immer weniger in der Lage sind, ihren Alltag alleine zu bewältigen, sind es in den meisten Fällen die Angehörigen, die die häusliche Versorgung und später auch die Pflege übernehmen. Angesichts dieser sehr schwierigen Situation für alle Beteiligten ist guter Rat oft teuer.

Aus diesem Grund ist vor sechs Jahren die Landesinitiative Demenz-Service NRW entstanden. Die Evangelische Stiftung Tannenhof in Remscheid ist nun als Träger des zwölften Servicezentrums des Landes mit dabei. Damit können jetzt auch die Städte Wuppertal, Solingen, Remscheid sowie der Oberbergische als auch der Rheinisch-Bergische Kreis von den Angeboten profitieren. "Wir sind aber keine eigentliche Beratungsstelle. Wir helfen dabei, dass den Betroffen geholfen wird", beschreibt Dr. Nikolaus Michael, der das Zentrum als ärztlicher Leiter begleitet.

Geleitet wird das Zentrum von Monika Wilhelmi, die seit 15 Jahren als Psychologin in der Gerontopsychiatrie der Evangelischen Stiftung Tannenhof arbeit. Sie hat außerdem Arnd Bader, der in den vergangenen Jahren das Demenz-Pflegeheim der AWO in Remscheid aufgebaut und geleitet hat, und Susanne Bäcker, die seit vielen Jahren als Krankenschwester im Bereich der Neurologie arbeitet, an ihrer Seite. "Wir sehen uns als Wegweiser im System der regionalen Versorgungsstruktur", sagt Monika Wilhelmi.

Sie und ihre Kollegen arbeiten dabei mit Pflegestützpunkten, Pflegekassen, Kommunen, Gemeinden, Trägern sowie anderen Dienstleistern im Versorgungssystem zusammen. "Wohnortnahe Hilfe lautet dabei unser wichtigstes Ziel", so Arnd Bader. Und warum dies für die Betroffen so wichtig ist, erläutert Dr. Klaus Besselmann von der Koordinierungsstelle der Landesinitiative: "Eine Orientierung im gewohnten Umfeld ist oft die einzige Chance für die Betroffenen." Weitere Aktivitäten des Zentrums sind aber auch Schulungsangebote und Vorträge für Angehörige, Interessierte, ehrenamtliche Helfer und Fachkräfte sowie Schulungsreihen für Haus- und Fachärzte.

Zu erreichen ist das Demenz-Servicezentrum Bergisches Land montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr (0 21 91/121212).

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