Nachbarn und der Verein Aufbruch am Arrenberg ärgern sich über die nun entstandene Brache an der Simonsstraße.

Nachbarn und der Verein Aufbruch am Arrenberg ärgern sich über die nun entstandene Brache an der Simonsstraße.
Schutt statt Neubau an Simonsstraße 69: Im Viertel wartet man auf den Baustart für das Studentenhaus.

Schutt statt Neubau an Simonsstraße 69: Im Viertel wartet man auf den Baustart für das Studentenhaus.

So soll die Baulücke gefüllt werden. Entwurf: GKM Architektur Studio

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Schutt statt Neubau an Simonsstraße 69: Im Viertel wartet man auf den Baustart für das Studentenhaus.

Arrenberg. Still ruht der See: So könnte man den aktuellen Sachstand zum Thema Studentenhaus am Arrenberg beschreiben. An der Simonsstraße 69, vis-à-vis des Gutenbergplatzes im Stadtteil, will der Investor GBL Immobilien Bau GmbH auf dem Gelände und der angrenzenden Brache ein Studenten-Wohnhaus errichten. Geplant sind Einzel- und Doppelzimmerappartements sowie Wohnungen, die eine drei, vier und fünf Zimmer-Nutzung erlauben, heißt es in einer Projektbeschreibung. Jedes Appartement habe einen großen Gemeinschaftsbereich mit Küche und Sitzgelegenheiten. Dazu sind ein Gemeinschaftsraum und gemeinschaftlich nutzbare Gartenflächen geplant.

„Diese Halde ist sicher ein noch größerer Schandfleck als das verwunschene, mit Efeu bewachsene Haus.“

Hans-Georg Walter, „Aufbruch am Arrenberg“

Wohlgemerkt – geplant. Denn augenblicklich liegt die Fläche nach dem Abriss der zugewucherten Schrottimmobilie brach.

Sehr zum Unmut der Nachbarn und auch des Vereins Aufbruch am Arrenberg: „Wir sind unglücklich über die jetzige Optik“, sagt Hans-Georg Walter, Vorsitzeder des Vereins. „Diese Abraumhalde, die da hinterlassen worden ist, ist sicher ein noch größerer Schandfleck als das verwunschene, mit Efeu bewachsene Haus.“ Das Grün habe zumindest noch Charakter gehabt und sei ein Blickfang gewesen, „so, wie sich die Natur innerstädtisch ihren Raum zurückholt – das hatte seinen Reiz.“ Die jetzige Optik sei hingegen kontraproduktiv. „Das ärgert uns schon.“

Zu Unmut in der Nachbarschaft hatten im Herbst auch zahlreiche blaue Säcke „mit kontaminierten Baustoffen“ – unter anderem Dämmmaterial – geführt, so der Verein. Sie seien anfänglich und teils nicht sachgerecht entsorgt worden, worauf man das Ordnungsamt verständigt habe.

Insgesamt, so Walter, wären eine bessere Kommunikation und Kontakt zum Investor wünschenswert. Damit das Projekt vielleicht doch bald verwirklicht werden kann.

„Es liegt nicht bei uns“, bedauert Silke Frischemeier, die, wie viele andere Arrenberger auch, den Zustand des Grundstücks täglich betrachten kann. Es wirke wie eine „offene Wunde“: „Schade, dass man uns damit zurücklässt.“

Grundsätzlich sei man von dem Vorhaben aber überzeugt, heißt es von Vereinsseite: Sollte das Projekt an der Simonsstraße in der angekündigten Weise und Optik verwirklicht werden, wäre das ein Gewinn für das Viertel, sagt Hans-Georg Walter.

Ihm gefiel, „was wir auf der Internetseite als Konzeptskizze gesehen haben. Ich persönlich würde das auch als positives Signal empfinden“, sagt er zum geplanten Studentenhaus. „Es könnte Symbolcharakter haben und zeigen, dass nicht nur alter Bestand aufgepeppt wird, sondern es hier auch neue Investitionen gibt, ausgerichtet auf die Zukunft“. Passend eben – zum Aufbruch am Arrenberg.

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