Bei den Mädchen ist der Vorjahressieger Marie auf Rang neun gefallen. Bei den Jungen blieb der Erstplatzierte der gleiche wie 2016.

Bei den Mädchen ist der Vorjahressieger Marie auf Rang neun gefallen. Bei den Jungen blieb der Erstplatzierte der gleiche wie 2016.
Mia und Noah sind 2017 die beliebtesten Vornamen gewesen. Auch ganz vorne mit dabei: Emilia, Lena, Jonas und Adam. Montage: dpa/KLXM

Mia und Noah sind 2017 die beliebtesten Vornamen gewesen. Auch ganz vorne mit dabei: Emilia, Lena, Jonas und Adam. Montage: dpa/KLXM

Mia und Noah sind 2017 die beliebtesten Vornamen gewesen. Auch ganz vorne mit dabei: Emilia, Lena, Jonas und Adam. Montage: dpa/KLXM

Wuppertal bleibt sich treu – zumindest, was die Wahl der Vornamen bei den Neugeborenen angeht. Wie schon 2016 war auch im vergangenen Jahr Noah der am häufigsten gewählte Name bei den Jungen (insgesamt 30 Mal). Auf den weiteren Plätzen folgen Jonas (22), Adam (20), Elias (19) sowie David und Leon (beide 18). Letzterer ist 2016 übrigens noch auf Platz zwei gelandet.

Bei den Mädchen machte derweil Mia den genau umgekehrten Weg und schnappte sich nach Rang acht im Jahr 2016 nun die Krone. 25 Mal wurde dieser Name gewählt. Darauf folgen Emilia (18), Lena, Lina (beide 17) sowie Mila und Mira (beide 16). Vorjahressiegerin Marie muss sich derweil mit Rang neun begnügen.

In Wuppertal gab es im Vorjahr 200 verschiedene Vornamen

Doch so häufig, wie man vielleicht annimmt, sind die top-platzierten Namen im Vergleich zur Gesamtgeburtszahl gar nicht, wie Gabriele Müller vom Standesamt Wuppertal erklärt: „Man muss sich bewusst machen, dass solche Namenslisten nur einen Bruchteil wiedergeben.“ So trägt von den insgesamt 3331 Neugeborenen in Wuppertal noch nicht einmal ein Hundertstel den Namen Noah.

Interessanter sei da schon die Streuung. 2017 gab es 200 verschiedene Namen. Dabei seien auch gewisse Trends zu erkennen, so Müller: „Allgemein merkt man, dass in den vergangenen Jahren die älteren Namen immer mehr im Kommen sind. So ist zum Beispiel Charlotte 2017 auf Platz acht in Wuppertal gelandet.“ Ebenso seien kurze Namen wie Lea oder Ben immer noch sehr beliebt. Zudem sei es weiterhin üblich, dass für den zweiten Vornamen öfters der Name eines Familienmitglieds gewählt wird, verrät Müller.

Seit nunmehr 20 Jahren arbeitet sie im Standesamt und hat im Laufe dieser Zeit schon den einen oder anderen skurillen Namensvorschlag gehört. „Es gab mal Eltern, die wollten ihr Kind Schneeflocke nennen, das haben wir aber direkt abgelehnt“, erzählt sie.

Abgesehen von solchen Kuriositäten stellt Müller zudem fest, dass bei der Namenswahl mitunter auch geografische Faktoren eine Rolle spielen. „Man muss beachten, dass es auch ein Nord-Süd- sowie ein Ost-West-Gefälle gibt“, erklärt sie und fügt hinzu: „Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass ein Bayer seinen Sohn als erstes Jan nennen würde.“

Der Name muss bis zu den ersten Behördengängen feststehen

Bei der Namenswahl muss es nicht immer den geradlinigen Weg geben. Selbst für ganz unentschlossene Paare, die sich erst nach der Geburt für einen Namen entscheiden wollen, gibt Müller Entwarnung. Eine generelle Frist gebe es nicht, „doch spätestens bei den ersten Behördengängen wie dem Antrag auf Kindergeld oder der Krankenversicherung müsste der Name schon feststehen“, so Müller.

Dann kann auf dem Standesamt der gewählte Vorname auch amtlich festgehalten werden. Vielleicht kommen ja auch 2018 noch ein paar Mias und Noahs hinzu.

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