Die meisten Pendler sind sich einig: Der Ersatzverkehr könnte deutlich besser funktionieren.

Am Bahnhof herrscht zurzeit gähnende Leer. Archiv
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Fischer

Am Bahnhof herrscht zurzeit gähnende Leer. Archiv

Wuppertal. Wuppertal ist seit nunmehr Tagen vom Bahnverkehr abgeschnitten. Auf verscheidenesten Wegen haben uns Stimmen der Wuppertaler erreicht, die sich alle einig sind: Es besteht eindeutig Verbesserungsbedarf.

Ein Problem, das man immer wieder hört: Die Ortskunde der Busfahrer. Peter Mallmann erlebte dies in der letzten Wochen auf seinem Weg von Solingen nach Wuppertal: „Um 20.50 Uhr fuhr ich mit dem Schienenersatzverkehr der Linie RB 48 von Solingen nach Vohwinkel. Im Bus saß ein Fahrer und eine zweite Person wies dem Fahrer wohl den Weg. Trotzdem hat sich der Bus nach der Haltestelle Gruiten derart nach Mettmann verfahren, dass wir mit dem Bus den Verkehrsübungsplatz in Mettmann passiert haben. Beim anschließenden Wendemanöver auf einer Kreuzung hat sich der Gelenkbus dann so festgefahren, dass er sich erst nach Ausstieg des einen Mitarbeiters und Einweisung von Außen wieder aus dieser Lage befreien ließ. Zwischenzeitlich staute sich der Verkehr auf der gesamten Kreuzung.“

Sascha Epping hat es auf seinem Weg von Köln nach Wuppertal besonders hart getroffen: „Gestern abend fielen um 20.21 Uhr kurzerhand beide Züge - RB48 und RE 7 von Köln bis Solingen - aus. Habe drei Stunden anstatt zwei Stunden mit SEV bis Barmen gebraucht...ein absolutes No-Go.“

Norbert Bernhardt ärgert sich vor allem über die mangelnde Kommunikation von Bahn und Stadtwerken: „Man hätte ja tatsächlich erwarten können, dass die WSW zur Bahnsperrung für innerstädtische Ziele ein paar Bahnen mehr einsetzt und sonntags den engeren Takt auch bis nach 20 Uhr anbietet. In Oberbarmen standen die Fahrgäste zur Abfahrt 19.53 Uhr bereits zweireihig in der Bahn, am Alten Markt war das Chaos mit vier Kinderwagen perfekt.“

Keine Hilfe sind dabei die Plakate der Bahn. Monika Berends, ebenfalls Pendlerin, fühlte sich von dem Schriftzug „Rund um Ostern wird es schwer, große Sprünge über die Wupper zu machen“ als Kunde fast schon veralbert.

Für eine Urlaubswoche hat sich Juliane Weber entschieden. „Nicht etwa weil ich etwas Schönes vor habe oder den Urlaub gerne nehmen würde - nein, meine Zeit ist mir zu wertvoll als sie entweder in einem Bus auf der Autobahn oder wartend an einer Bushaltestelle zu verbringen.“ Jeden Tag hat sie genau darauf geachtet, wie viel Zeit der Weg von Wuppertal nach Düsseldorf und zurück in Anspruch nimmt, letzten Mittwoch lag diese bei insgesamt über vier Stunden: „Über eine Stunde fuhr am Düsseldorfer Hauptbahnhof kein Bus nach ’Wuppertal Stadthalle’ - mindestens fünf jedoch nach Oberbarmen. Geduldig habe ich gewartet - irgendwann muss ja einer kommen. Gegen 18.30 Uhr kam dann auch tatsächlich einer – mit Abfahrt in Haan Ost war ich gegen 19.45 Uhr endlich an der Stadthalle angekommen. Um 17 Uhr habe ich Feierabend gemacht - ich war also ganze drei Stunden unterwegs. Macht mit dem Hinweg zusammen für den Mittwoch eine Pendelzeit von vier Stunden und 30 Minuten.“ Am nächsten tag das Gleiche: „Es ging so weiter wie es am Abend zuvor geendet hatte - weit und breit kein Bus nach Wuppertal Stadthalle zu sehen.“

Auch Martin Wosnitza erlebte einen verspäteten, überfüllten Ersatzverkehr: Zur Hinfahrt: Etwas eng, fast 20 Minuten zu spät, dabei kein Stau.“ twitterte er.

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