Das ambitionierte Projekt hat sein Ziel erreicht: 51.000 Euro finanzieren die Arbeit der Retter für mehrere Jahre.

Erfolgsgeschichte
Das Seenotrettungsboot Wuppertal bei seiner Tauf-Fahrt.

Das Seenotrettungsboot Wuppertal bei seiner Tauf-Fahrt.

Stefan Melneczuk

Das Seenotrettungsboot Wuppertal bei seiner Tauf-Fahrt.

Wuppertal. Knapp zwei Jahre lang hat eine Projektgruppe in Wuppertal Spenden für eine Station der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an der Ostsee gesammelt. Ziel des Projektes war es, die Arbeit der ehrenamtlichen Besatzung eines im Hafen von Maasholm an der Ostsee stationierten Rettungsschiffs für eine möglichst lange Zeit zu finanzieren – so wie Wuppertaler Bürger in der Vergangenheit schon einmal Verantwortung für Rettungsstationen an der Küste übernommen hatten. Zum Jahresende hat die Aktion ihr Ziel erreicht.

Wuppertaler Solidarität findet überregional Aufmerksamkeit

„Wir von der DGzRS in Bremen sind begeistert von der auch für uns ungewöhnlichen ehrenamtlichen Wuppertaler Initiative, die eindrucksvoll beweist, dass die Seenotretter auch im Binnenland mit engagierter und tatkräftiger Unterstützung rechnen dürfen“, kommentiert Bernd Anders, Geschäftsführer der DGzRS, das Projekt.

Nach verschiedenen Aktivitäten im Rahmen von Veranstaltungen in Wuppertal und Besuchen der Wuppertaler in Maasholm erlebte die Aktion im Herbst ihren Höhepunkt. Als Anerkennung für den großen Einsatz der von dem ehrenamtlichen Mitarbeiter der DGzRS und WZ-Mitarbeiter Wolfgang Wohlers ins Leben gerufenen Projektgruppe taufte die Rettungsgesellschaft im September das von der Mannschaft eingesetzte Rettungsboot in einem offiziellen Festakt auf den Namen „Wuppertal“ um (die WZ berichtete).

Die Wuppertal fuhr bereits drei Einsätze

Mit dem Jahresende beendet die Projektgruppe jetzt ihre Arbeit und auch das Sonderkonto wird geschlossen. Dazu gab die Zentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen noch einmal die Bilanz bekannt. Danach haben rund 460 Wuppertaler – hauptsächlich einzelne Bürger, aber auch einige Unternehmen – das Projekt mit Spenden unterstützt.

Zum Kassensturz befinden sich fast genau 51 000 Euro auf dem Sonderkonto. Außerdem gehen die Seenotretter davon aus, dass der Aktion etwa 5000 Euro auf anderen Kanälen zweckgebunden zugeflossen sind.

„Wuppertal hat hier ein bemerkenswertes Zeichen der maritimen Solidarität gesetzt, das im ganzen Land Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden hat“, sagt Geschäftsführer Bernd Anders und verbindet dies mit der Hoffnung, dass die etwa 75 neu gewonnenen Fördermitglieder der Rettungsgesellschaft möglichst lange zum Kreis der Spender gehören werden.

Seit seiner Taufe hat das Seenotrettungsboot Wuppertal schon drei Einsätze gefahren und zwölf Kontrollfahrten durchgeführt. Über aktuelle Ereignisse informiert eine Facebookseite unter dem Stichwort Seenotrettungsboot „Wuppertal“. wow

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