Die Absage der letzten Ausstellung von Gerhard Finckh als Leiter des Von der Heydt-Museums ist alles andere als ein Ruhmesblatt. Nüchtern betrachtet, ist sie eine Frage der Vernunft. Ohne Geld keine Ausstellung. So einfach ist das, oder?

Nein, so einfach ist das nicht. Die Absage ist eine Kränkung. Sie beschädigt einen Mann, der dem Museum über Deutschlands Grenzen hinaus einen guten Ruf verschafft hat. Da ist die Absage der letzten Ausstellung ein Misston. Er wird die Suche nach dem Nachfolger Finckhs erschweren.

Dass so etwas geschehen kann, obwohl sich Unternehmer wie Ehrenamtliche unermüdlich für das Museum engagieren, ist ein Alarmsignal. Es lässt den Rückschluss zu, dass sich Wuppertal seine Kultur nicht mehr leisten kann.

Diesen Eindruck sollten Rat und Verwaltung mit einem Bekenntnis zum Museum, zu Bühnen, Orchester und Pina-Bausch-Zentrum schnell verwischen. Sonst waren alle Anstrengungen der vergangenen Jahre vergebens. Denn eine Stadt ohne Kultur ist eine ster- bende Stadt.

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