Das Restaurant will sich mehr zur Stadt öffnen. Ob die Fassade erneuert wird, steht noch nicht fest.

Das Restaurant will sich mehr zur Stadt öffnen. Ob die Fassade erneuert wird, steht noch nicht fest.
Die Hotelzimmer bekommen eine neue moderne Einrichtung, hier kontrolliert von Michaela Beeckmann, Chefin des Reinigungsteams.

Die Hotelzimmer bekommen eine neue moderne Einrichtung, hier kontrolliert von Michaela Beeckmann, Chefin des Reinigungsteams.

Im Inneren des Intercity Hotels wird kräftig renoviert. Ob die Metallfassade auch erneuert wird, ist noch offen.

Das Luftbild von 1928 zeigt links unten das 1912 erbaute prachtvolle Gebäude des Hotels Kaiserhof.

Andreas Fischer, Bild 1 von 3

Die Hotelzimmer bekommen eine neue moderne Einrichtung, hier kontrolliert von Michaela Beeckmann, Chefin des Reinigungsteams.

Zentrum. Gäste des Intercity Hotels dürfen sich freuen: Im Inneren des Hauses wird sich in den kommenden Monaten vieles ändern. Die Zimmer, aber auch der Empfangsbereich und das Restaurant werden grundlegend renoviert und dabei auch umgestaltet – für insgesamt eine siebenstellige Summe. Ob sich auch am Äußeren des Gebäudes etwas verändert, ist noch in der Diskussion.

Derzeit wird der ältere Trakt des Hauses renoviert – der vierstöckige Flügel parallel zur B7, in dem 40 Zimmer und der Konferenzbereich liegen. Da die Arbeiten jeweils in einzelnen Fluren stattfinden, bekommen die Gäste wenig von den Umbauten mit.

Für das Restaurant ist eine Außengastronomie geplant

„Wir haben uns entschieden, das Hotel während der Renovierung nicht zu schließen“, erklärt Hoteldirektorin Nadja Herpich. Das mache die Bauarbeiten aufwendiger – schließlich müssen zahlreiche Wege gesichert, Wirtschaftsräume verlegt werden. Aber man wolle auch während des Umbaus für die Stammgäste da sein.

Einige Zimmer sind bereits fertig: Helles Holz, kombiniert mit Grau und Schwarz, dazu moderne Akzente in Orange bestimmen die Atmosphäre. „Durch neue Anordnung der Möbel ist auch mehr Platz“, erklärt Nadja Herpich. Unter anderem reichen heute kleinere Schreibtische, an die Wand gehängte Flachbildschirme nehmen auch weniger Raum ein.

Mehr Platz werde es künftig auch im Konferenzbereich geben, erklärt Nadja Herpich. Denn zu einem kleinen und einem großen Tagungsraum soll einer in mittlerer Größe kommen, der zugehörige Pausenbereich wird erweitert.

Erster Kaiserhof Nach Eröffnung des Bahnhofs Mitte des 19. Jahrhunderts entstand auch ein Hotel in dem Stadtareal. Über den einfachen dreigeschossigen Bau ist nicht viel bekannt.
Zweiter Kaiserhof Das Haus wurde 1912 durch einen repräsentatives Gebäude mit Zwiebeltürmen als Hingucker ersetzt. Das passte gut in die nun attraktive Lage am damaligen Brausenwerth-Platz mit Kaiserdenkmal.
Krieg Der Zweite Weltkrieg zerstörte viele Gebäude in diesem Bereich. Das Hotel wurde als Provisorium wiederaufgebaut. Dritter Kaiserhof Der Umgestaltung des Döppersbergs zum Verkehrsknotenpunkt in den 60er Jahren war das Hotel im Weg, es wurde abgerissen. 1961 eröffnete weiter östlich ein Neubau.

Intercity Hotel Seit 1995 heißt das Haus Intercity Hotel. Viele Wuppertaler nutzen weiter den alten Namen, an den noch ein „K“ im Fahrstuhlboden erinnert.

Im Mai soll die Renovierung im östlichen Flügel fertig sein, dann folgt bis August die Renovierung des sechs Stockwerke hohen Gebäudeteils mit 120 Zimmern inklusive Erdgeschoss mit Foyer und Restaurant. Dann werden die Gäste die Arbeiten schon deutlicher wahrnehmen.

Foyer und Restaurant werden „ganz neu gestaltet“, erklärt Nadja Herpich. Auch hier soll der Stil moderner werden. Der Bereich, in dem derzeit die Gäste frühstücken, wird anders genutzt, das Frühstück wird künftig im Restaurant serviert. Das soll größer werden und man will die Wuppertaler wieder mehr ins Haus holen – wie zu Zeiten des alten Vorgängerhotels Kaiserhofs.

Hartmut Schröder, Geschäftsführer der Eigentümergesellschaft Fleming’s Hotels, sagt: „Damals war das Restaurant die gute Stube der Stadt, in der man sich zu Familien- und Vereinsfeiern traf.“ Die Attraktivität erhöhen wird sicher auch, dass ein Bereich für Außengastronomie mit Blick zum Bahnhof geplant ist. Das ist ein Pluspunkt, der auch die Wuppertaler freuen wird. Ob und wie das Hotel auch optisch punktet, steht noch nicht fest: „An der Fassade arbeiten wir“, sagt Hartmut Schröder.

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