An der Friedrich-Ebert-Straße helfen unter anderem Psychologen und Inklusionsexperten Eltern und Schulkindern. Eröffnung ist im April.

An der Friedrich-Ebert-Straße helfen unter anderem Psychologen und Inklusionsexperten Eltern und Schulkindern. Eröffnung ist im April.
Stadtsprecher Thomas Eiting und Thorsten Wagner vom städtischen Gebäudemanagement in der künftigen Lehrküche.

Stadtsprecher Thomas Eiting und Thorsten Wagner vom städtischen Gebäudemanagement in der künftigen Lehrküche.

Stefan Fries

Stadtsprecher Thomas Eiting und Thorsten Wagner vom städtischen Gebäudemanagement in der künftigen Lehrküche.

Wuppertal. „Momentan sind die Beratungsstellen auf drei Standorte verteilt. Unter dem Arbeitstitel ‚Haus der Beratung’ wollen wir sie jetzt unter ein Dach bringen“, sagt Thorsten Wagner vom Gebäudemanagement der Stadt. So ziehen sowohl die Schulpsychologische - als auch die Familienberatung in das Gebäude des ehemaligen Fuhlrott-Museums. Etwa 20 Fachkräfte werden dort helfen, Krisen in den Griff zu bekommen.

Seit August 2014 wurde das Gebäude saniert. Anvisiert war die Fertigstellung nach einem Jahr, das hat sich verzögert. Dafür gibt es laut Wagner zwei Gründe: Erstens musste der Estrich in allen Etagen wider Erwarten neu verlegt werden. Und zweitens gab es Probleme mit der Firma, die die Türen liefern sollte.

Mit ungefähr einem halben Jahr Verspätung ist die Baustelle jetzt fertig geworden. Die geplanten Kosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro seien eingehalten worden.

Besonderes Augenmerk wurde bei der Sanierung auf die Optik gelegt. Wagner: „Sie soll der schönen Straßenkulisse entsprechen, sich einbetten und Teil des Ganzen werden.“ Außerdem wurde energetisch saniert sowie auf die Barrierefreiheit geachtet. Es gibt nun im Eingangsbereich einen Aufzug, Behindertentoiletten und im ganzen Haus Beschriftungen Blindenschrift.

Im Obergeschoss sollen Ausstellungen gezeigt werden

Das Tagesgeschäft der Beratungen wird sich in den oberen beiden der drei Etagen in den Büros abspielen. In der ersten Etage gibt es speziell eingerichtete Therapieräume. In dem sogenannten Bewegungsraum hängt bereits eine Sprossenwand, eine Schaukel und Klettergriffe sollen noch dazu kommen. „Durch die Bewegung können die Kinder und Jugendlichen Selbstwert bekommen, aus sich selbst herauskommen“, sagt Thomas Herold, der künftige Hausherr. In diesem Raum sind auch Ausstellungen oder theaterpädagogische Arbeiten vorstellbar. Ein paar Räume weiter befinden sich ein Sandspielraum und ein Maltherapieraum.

In dem größten Raum des Hauses befindet sich eine Küche. Dort soll gemeinsam gekocht und gebacken werden. Außerdem können dort Seminare mit bis zu 40 oder 50 Teilnehmern abgehalten werden, beispielsweise für Eltern, die in Trennung leben oder für Lehrer zum Umgang mit Inklusion oder Zugewanderten.

Der Umzug soll Anfang April stattfinden, die Betriebsaufnahme voraussichtlich am 11. April. Sobald sich alles eingespielt hat und die Mitarbeiter das neue Gebäude kennengelernt haben, soll es auch eine offizielle Einweihung mit Besichtigungsmöglichkeit geben.

Das „Haus der Beratung“ befindet sich im ehemaligen Fuhlrott-Museum, Friedrich-Ebert-Straße 27. Die Familienberatung ist erreichbar unter der Nummer 563-6644, die Schulpsychologische Beratung unter 563-6990. Weitere Informationen gibt es im Internet.

wuppertal.de

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