Die Wuppertaler Berühmtheit Anori kann bereits laufen. Nächste Woche könnte sich das Tier erstmals dem Publikum zeigen.

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Schwarz-weiß und knuffig – so kennen die Fans Anori bereits. Schon bald dürfte sich das Tier in natura zeigen.

Schwarz-weiß und knuffig – so kennen die Fans Anori bereits. Schon bald dürfte sich das Tier in natura zeigen.

dpa

Schwarz-weiß und knuffig – so kennen die Fans Anori bereits. Schon bald dürfte sich das Tier in natura zeigen.

Wuppertal. Das Eisbär-Baby Anori hat seine ersten Schritte gewagt. Die Entdeckungstour führte das Jungtier, das am 4. Januar im Wuppertaler Zoo zur Welt kam, durch die Nachbarställe. „So richtig elegant ist es aber noch nicht“, berichtet Zoo-Kurator André Stadler. Deshalb bleibt Anori weiterhin zusammen mit der Mama Vilma in der abgeschirmten Mutter-Kind-Höhle.

Anori läuft im Moment noch Gefahr, sich zu verirren

Eisbär-Fans mussten sich bislang mit Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Überwachungskamera begnügen. Derzeit gibt es auch keine Live-Bilder aus der dunklen Wurfhöhle, die besten Szenen von Anoris ersten Lebenstagen werden aber in der Pinguin-Anlage übertragen. Stadler macht Hoffnung: „Eventuell können wir Anori nächste Woche das erste Mal raus lassen.“ Das stehe aber noch nicht sicher fest – vielleicht lässt der erste große Live-Auftritt des Eisbärchens auch eine weitere Woche auf sich Warten. „Das Wohl des Tieres geht vor“, sagt der Kurator. Wenn das Tier nicht richtig laufen kann, sei die Gefahr zu groß, dass es den Weg zurück in den Stall nicht mehr findet.

Postkarten und Plüschtiere sind bereits geplant

Anori hat das Potenzial, großer Publikumsrenner zu werden. Der Eisbär ist Halbgeschwisterchen des berühmten Berliner Eisbären Knut. Doch der Zoo, der in seiner Geschichte bereits rund zehn Eisbären aufgezogen hat, gibt sich unaufgeregt. Stadler erklärt: „Es ist nicht unser Ziel, aus Anori einen Marketing-Star zu machen.“ Also keine Eisbär-Tassen, Feuerzeuge und Schneidebretter? Nun ja, ganz ohne Anori wird der Souvenir-Shop des Zoos dann doch nicht auskommen. Es sind Postkarten und kleine Plüsch-Anoris zum Kuscheln geplant.

Welches Geschlecht der kleine Eisbär hat, ist noch immer nicht ganz klar. Es zeichnet sich jedoch ab, dass der neue Zoobewohner ein Weibchen ist. Anori ist Ergebnis des europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Eisbären gelten als bedrohte Tierart. Vater Lars, auch Papa von Knut, kam vor mehr als zwei Jahren nach Wuppertal. Später folgte Vilma – sie und Lars sollen sich auf Anhieb gut verstanden haben.

Bis Ende Februar konnten die Zuschauer noch live in Anoris Höhle schauen. Allerdings hat die Eisbärin Vilma die Kamera verdreckt und so die Sicht getrübt. Deshalb präsentiert der Zoo aktuell alte Aufnahmen. Sogar die Geburt des Tieres ist zu sehen.

In die Höhle zu gehen, um die Kamera zu säubern, ist undenkbar. Der Beschützer-Instinkt der Mutter würde das Vorhaben lebensgefährlich machen.

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