Stipendiatenprogramm: Unternehmen aus dem Städtedreieck können jetzt die Besten individuell fördern.

Wuppertal. Besonders gute Studienanfänger und bereits Studierende haben ab dem Wintersemester die Chance, am NRW-Stipendiatenprogramm teilzunehmen. Alles, was sie dazu brauchen, ist: ein gutes Abi, die passende Universität und ein förderwilliges Unternehmen aus der Region.

Das NRW-Programm setzt ganz bewusst auf Begabtenförderung und den Wettbewerb unter den Hochschulen. Denn die Besten möchte natürlich jede Uni haben. Wenn es für die Bergische Universität gut läuft, dann könnten die Wuppertaler nach dem Landesschlüssel insgesamt 48 Stipendien vergeben, vorausgesetzt die Firmen (oder andere private Geldgeber, aber auch Stiftungen) in Remscheid, Solingen und Wuppertal ziehen mit.

So funktioniert das Prinzip: Das Unternehmen unterstützt den Stipendiaten mit 150 Euro im Monat. Das Land legt dann noch einmal 150 Euro drauf, so dass der Stipendiat 300 Euro monatlich erhält. "Damit hat man unter Umständen schon die Miete raus", so Uni-Rektor Lambert T. Koch.

Abgerechnet wird pro Jahr, der Förderzeitraum sollte aber mindestens zwei Jahre betragen. Das heißt: Das Unternehmen müsste mit 3600 Euro kalkulieren. Koch nennt das einen überschaubaren Beitrag für einen wertvollen Effekt. "Es handelt sich hier nicht um eine Studienfinanzierung, das Geld soll einen Anreiz schaffen, effizienter und sorgenfreier durchs Studium zu gelangen."

Doch für den Rektor geht es um mehr. Seit dem Wechsel an der Spitze der Hochschule sucht die Universität eine engere Verzahnung mit der Wirtschaft im Bergischen Land. Neben den Unternehmen selbst sollen davon auch auch die naturwissenschaftlich-technischen Fächer profitieren - und nicht nur die. Ideal wäre es, wenn die Unternehmen ihr hoch qualifiziertes Fachpersonal vorwiegend aus der heimischen Hochschule bezögen. "Eine Wechselwirkung - zum Wohle aller. Wir sitzen eben in einem Boot", so Koch.

Informationen und Bewerbungen per E-Mail unter rektor@uni-wuppertal.de

So könnte auch ein Stipendium der Beginn einer langen Verbindung zwischen Spitzenstudent und Betrieb sein. Angesprochen ist also klar der bergische Mittelstand, der trotz Wirtschaftskrise nachhaltig denkt.

Der Ehrgeiz des Rektorats hingegen geht klar in Richtung Wettbewerbsvorteil. "Wir wollen natürlich alle 48 Stipendien vergeben können. Dies wäre das klare Signal einer Hochschule, die sich im Aufwind befindet." Deshalb hat Koch das Programm auch zur Chefsache gemacht. Unternehmen, die mitmachen wollen, bewerben sich innerhalb der nächsten vier Wochen direkt im Rektorat.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer