Vor dem Rathaus feierten Homosexuelle den Christopher Street Day.

CSD Düsseldorf
Ähnlich wie hier beim CSD in Düsseldorf wurde auch in Wuppertal gefeiert

Ähnlich wie hier beim CSD in Düsseldorf wurde auch in Wuppertal gefeiert

Melanie Zanin

Ähnlich wie hier beim CSD in Düsseldorf wurde auch in Wuppertal gefeiert

So bunt wie am vergangenen Wochenende, geht es auf dem Johannes-Rau-Platz vor dem Barmer Rathaus nur selten zu. Mit wehenden Regenbogenflaggen, viel guter Laune und Live-Musik feierte am Samstag die lokale Queer-Community „Wupperpride“ den Bergischen Christopher Street Day. Neben Musik-Acts wie Apito Fiasko, Stehplatz 14 und vielen mehr, ergänzten Wortbeiträge, Podiumsdiskussionen und Talkrunden das Bühnenprogramm.

Rund um den Johannes-Rau-Platz stellten Gruppen und Vereine ihre Arbeit zu homo-, bi- und transsexuellen Themen vor, darunter das Frauenzentrum Urania, das Queer-Referat der Bergischen Universität und die schwul-lesbische Jugendgruppe „Bezaubernde Jeannies“.

Die Debatte um die Homo-Ehe macht den CSD politisch aktuell

Am Stand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), informierte Frank Bauer vom Landesverband Nordrhein-Westfalen über die Arbeit des Bürgerrechtsvereins: „Wir tun nichts anderes, als dafür zu sorgen, dass unsere Grundrechte durchgesetzt und erhalten werden - wir fordern gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt für alle.“ Die gerade aktuelle Debatte um die sogenannte Homo-Ehe machte den Christopher Street Day auch politisch wieder hochaktuell.

Gleich nebenan mit einem Stand vertreten, war die Gruppe „Immer Dabei. Ältere Lesben und Schwule in Wuppertal“. „Gerade im Altersheim ist es schwierig, wenn man nicht akzeptiert wird und nicht frei leben kann – da arbeiten wir dran,“ erklärt Manfred Rüb von Immer Dabei. Seit anderthalb Jahren trifft sich die Gruppe regelmäßig zum offenen Seniorentreff und gemeinsamen Freizeitaktivitäten.

Erste CSD-Aftershow-Party im Wuppertaler Brauhaus

Gloria Knallenfalls, Drag Queen und Schwebehostess der CSD Kaiserwagen-Sonderfahrt, kam mit Federkopfschmuck, schwindelerregenden Absätzen aber auch einem durchaus ernsten Anliegen zum Christopher Street Day: „Es ist unheimlich wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten, wenn man bedenkt, dass „Schwuler“ teilweise schon im Kindergarten als Schimpfwort benutzt wird.“

Besucher Klaus Pleger kam alleine zur Veranstaltung. „So ein Event ist immer gut, um Leute zu treffen, miteinander zu reden und sich kennenzulernen,“ sagt Pleger.

Zu den jüngsten Besuchern gehörte der fünfzehnjährige Transident Tom: „Ich bin selber homosexuell und wollte mal sehen, welche Leute ich hier treffen kann, und wo ich vielleicht Anschluss finde.“

Gegen 22 Uhr endete die offizielle Veranstaltung und die Community zog weiter in das Wuppertaler Brauhaus – zur ersten CSD – Aftershowparty.

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