42-Jähriger wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt.

Wuppertal. Ein fast drei Jahre alter Kohlenmonoxid-Unfall mit lebensgefährlichen Folgen für eine Wuppertalerin hat jetzt ein gerichtliches Nachspiel. In der übernächsten Woche muss sich ein Schornsteinfeger wegen fahrlässiger Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten.

Anklage: Gastherme im Badezimmer durfte nicht mehr benutzt werden

Laut Anklage soll der heute 42-Jährige am 3. Juni 2009 die Gastherme in der Wohnung der Frau kontrolliert haben. Dabei habe er übersehen, dass die Abgasklappe der Therme sich nicht öffnete und der Wärmetauscher erheblich verschmutzt war. Die daher vorgeschriebene Reinigung soll er nicht angeordnet haben.

Laut Anklage hätte er zudem die Nutzung der Gastherme untersagen müssen. Drei Tage nach dem Besuch des Schornsteinfegers sei im Bad – dort befand sich die Therme – Kohlenmonoxid (CO) ausgetreten. Die Frau – sie hatte zuvor geduscht – erlitt eine lebensgefährliche CO-Vergiftung und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Für den Prozess wurden zwei Gutachten zur Funktionsfähigkeit der Gastherme erstellt, mehr als zehn Zeugen sind geladen. Bislang ist ein Verhandlungstag geplant. spa

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